Prinzessin Marie-Louise von Hessen-Kassel

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Die Hugenottenkirche in Louisendorf

Marie-Louise (auch Marie Luise) von Hessen-Kassel (geboren am 7. Februar 1688 in Kassel, verstorben am 9. April 1765 im niederländischen Leeuwarden) war eine Tochter von Landgraf Karl von Hessen Kassel und seiner Ehefrau Maria Amelia.

Leben

Sie heiratete am 26. April 1709 in Kassel Johan Willem Friso von Nassau-Dietz (* 4. August 1687 in Dessau; † 14. Juli 1711 bei Moerdijk), Prinz von Oranien und Fürst von Nassau-Dietz. Aus der nur kurzen Ehe gingen die Kinder Anna Charlotte Amalie von Nassau-Dietz-Oranien (1710 - 1777) und der spätere Fürst Wilhelm IV. von Oranien (1711 - 1751) hervor.

Nach dem Tod ihres Mannes bewohnte Marie-Louise das Herrenhaus Princessehof in Leeuwarden, 1693 erbaut, das heute ein bedeutendes Keramikmuseum beherbergt.

Die Fürstin war in Friesland, Groningen und Drenthe von 1711 bis 1731 Regentin für ihren Sohn. Nach dem Tod ihrer Schwiegertochter im Jahre 1759 regierte sie bis zu ihrem Tod für ihren Enkel Wilhelm. Ihre Regentschaft war von ihrem sozialen Engagement geprägt, wodurch sie als "Marijke Meu" (dt.: Tante Marijke) sehr populär wurde. In Auseinandersetzung mit den Generalstaaten sicherte sie aus dem oranischen Erbe die Herrschaft IJsselstein

Würdigung

Nach Prinzessin Marie-Louise ist das Dorf Hammondshausen im Jahre 1700 in Louisendorf umbenannt worden (heute ein Stadtteil von Frankenau). Das Dorf wurde im Rahmen der "Freyheits-Concession" des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel für hugenottische Flüchtlinge aus Frankreich im Jahre 1687 auf dem Territorium der mittelalterlichen Wüstung Hammonshausen gegründet.

siehe auch

Weblinks