Manteuffel-Kaserne

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In den Jahren 1838 bis 1842 wurde in Hofgeismar die Manteuffel-Kaserne errichtet, in der in den Jahren 1875 - 1919 die Rheinischen Dragoner (das Dragoner-Regiments Nr. 5) stationiert waren.

Geschichte

Ehem. Lazarett der in den Jahren 1838 – 1842 erbauten Manteuffel-Kaserne: ein spätklassizistischer Massivbau aus der Mitte des 19. Jahrhundert.

Der Stationierung des 1. hessischen Husarenregiment Nr. 13 folgte in Hofgeismar im Jahre 1875 die Stationierung des Dragoner-Regiments Nr. 5, das im Jahre 1889 nach dem verstorbenen Reichsstatthalter Freiherr von Manteuffel benannt wurde. Während die 5. Schwadron des Regiments in der Nordkaserne (Ecke Hohler Weg/ Schöneberger Tor) untergebracht wurde, waren die 1. bis 4. Schwadron in der 1842 fertig gestellten Kaserne (später: Manteuffel-Kaserne) stationiert.

Übungsplatz der in Hofgeismar stationierten Reiterregimente war der „Meßhagen“, westlich von Hofgeismar. Der Meßhagen, eine Waldwiese auf felsigem Grund und ein Weideplatz für Hirten aus Niedermeiser, war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein beliebtes Ausflugsziel für die Bevölkerung, wenn hier bei der Regimentsinspektion, der sog. "Besichtigung" ein militätische Schauspiel geboten wurde, etwa beim "Parademarsch im Trabe" der in Hofgeismar stationierten Dragoner.

Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte das Dragonerregiment "Freiherr von Manteuffel" im Februar 1919 noch einmal für kurze Zeit in die Kaserne in Hofgeismar zurück, bevor es aufgelöst wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war hier zunächst die hessische Polizeischule Nord eingerichtet worden, bevor die Kaserne dann ab 1955 lange Jahre von Soldaten der Bundeswehr genutzt wurde.

Im Dezember 1981 zog das Brigadekommando der Panzerbrigade 6 in die Kaserne ein und 1986 die Instandsetzungskompanie 60 bis Ende 1993 der Bundeswehr-Standort in Hofgeismar aufgegeben wurde. Vor der Schließung der Manteuffel-Kaserne war dort auch eine Instandhaltungs-Ausbildungskompanie der Bundeswehr (InstAusbKp 5/2) untergebracht, die auf den Rad- und Kettenfahrzeugen der Panzerbrigade 6 ausgebildet wurde.

Das Gelände der ehemaligen Manteuffel-Kaserne in Hofgeismar heisst heute Manteuffel-Anlage. Hier sind Behörden, die Polizeistation aber auch Läden und eine Außenstelle der Würfelturm-Grundschule untergebracht. Wenig erinnert noch an die ehemalige Nutzung als Kaserne.

Erhalten geblieben ist unter anderem das Gebäude des ehemaligen Lazaretts und späteren Offiziersheims der Kaserne, das Mitte des 19. Jahrhunderts als spätklassizistischer Massivbau errichtet wurde, später allerdings durch Anbauten auch Veränderungen erfuhr.

siehe auch

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