Mandelbeck

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Mandelbeck ist ein ehem. Forstgehöft, an der Straße von Lagershausen nach Elvershausen gelegen, mit 3 Häusern und ca. 10 Einwohner.

Der Ort ist ein Ortsteil von Lagershausen, einer Ortschaft von Northeim.

Geschichte

Erstmals erwähnt wird der Ort im Jahre 1016 in der Vita Meinwerci als Mandelbiki.

1403 hatte Mandelbeck 24 bebaute Hofstellen, die später wüst gefallen sind. Es ist aus der Zeit auch ein Gotteshaus bezeugt, das zur Sedes Berka zugehörig war.

Unterhalb von Mandelbeck, in der Nähe der heutigen Mandelbecker Fischteiche ist eine Sägemühle bezeugt, die vom Wasser des Sägemühlenbachs angetrieben wurde.

Östlich von Mandelbeck wurde die ehem. Secklerburg (Wohnsitz des in Sagen immer wieder vorkommenden Secklenbörgers) lokalisiert.

Die Secklerburg, wie sie auch in alten Karten, z. B. der Kurhannoverschen Landesaufnahme von 1784, bezeichnet wurde, ist wahrscheinlich eine Anlage der Herren von Mandelbeke, die historisch mehrfach bezeugt sind. Sie war offenbar eine kleine Turmburg mit zugehörigem Fachwerkgebäude, umgeben von Wall und Graben. Mauerreste sind noch erhalten. Bei einer Suchgrabung in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts fanden sich Keramikscherben aus dem 13. und 14. Jahrhundert.

Es ist unbekannt, inwieweit die Secklerburg mit dem im 14. Jahrhundert in Südhannover bestehenden Ritterbund, dem Sichlerorden, im Zusammenhang zu sehen ist.

Um diese Burg und den angeblich darin hausenden Secklenbörger ranken sich eine Vielzahl von Erzählungen und Sagen, in denen insbesondere die Grausamkeit des Secklenbörgers hervorgehoben wird.

siehe auch

Weblinks