Malsfeld

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Malsfeld
Wappenmalsfeld.jpg
Wappen der Gemeinde Malsfeld
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Einwohner: 4.049 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34323
Vorwahl: 05661
Kfz-Kennzeichen: HR
Gemeindeverwaltung: Lindenstraße 1
Website: www.malsfeld.de
Bürgermeister: Herbert Vaupel (SPD)

Malsfeld ist eine Gemeinde im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Geografie

Lage und Verkehr

Malsfeld liegt im Tal der Fulda. Im Osten grenzt die Gemeinde an die Gemeinde Morschen, im Süden an die Gemeinde Knüllwald, im Westen und Norden an die Städte Homberg, Felsberg und Melsungen. Malsfeld und Beiseförth sind über Brücken mit der jeweils am gegenüberliegenden Fuldaufer entlang führenden Bundesstraße 83 verbunden. Die Autobahn 7 führt durch die Gemeinde und hat hier eine Anschlussstelle. Die Gemeinde Malsfeld hat eine Gesamtfläche von ca. 3.445 Hektar.

Zwischen den Ortsteilen Dagobertshausen, Elfershausen und Ostheim wurde ein interkommunales Gewerbegebiet angelegt (Gewerbegebiet "Mittleres Fuldatal"). Dies geschah unter der Beteiligung der Städte Felsberg, Melsungen und Spangenberg sowie der Gemeinden Malsfeld und Morschen. Im Zuge dieser Maßnahme erhielt die Gemeinde Malsfeld einen Zubringer von der Bundesstraße 83 zur neu angelegten Anschlussstelle an der Autobahn 7.

Auch die Anbindung an die Eisenbahn ist durch die Strecke Kassel - Bebra (hessische Nordbahn) seit 1848 gegeben, an welcher die Bahnhöfe Beiseförth und Malsfeld liegen. Mitte der 1990er Jahre wurde in Malsfeld ein Container-Umschlag-Terminal errichtet. Es sollte vor allem der Verladung von Containern der in den nahen "Pfieffewiesen" der Stadt Melsungen ansässigen Firma B. Braun Melsungen AG dienen.

In früherer Zeit kreuzte die Bahnstrecke Kassel - Bebra bei Malsfeld die 1879 eröffnete Teilstrecke der Bahnstrecke Leinefelde - Treysa (auch "Kanonenbahn" genannt). Malsfeld hatte hierdurch einen Turmbahnhof. Die Strecke wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen Waldkappel und Malsfeld 1974, zwischen Malsfeld und Treysa 1981 stillgelegt. Seither zeugen rings um Malsfeld die zur Strecke gehörenden Brückenbauwerke von dieser Eisenbahngeschichte.

Ortsteile

Seit der Gebietsreform in den 1970er Jahren besteht die Gemeinde Malsfeld aus den Ortsteilen Beiseförth, Dagobertshausen, Elfershausen, Malsfeld, Mosheim, Ostheim und Sipperhausen.

Geschichte

Im Jahre 1196 wurde Malsfeld erstmals als "Malzvelten" urkundlich erwähnt. Malsfeld unterstand bis zum Jahr 1253 der Lehnsherrschaft derer von Rengshausen, danach wurde die Lehensherrschaft durch Graf Bertold von Felsberg auf das Kloster Breitenau übertragen. Die Gerichtsbarkeit hatten die Familien von Hebel und von Falkenberg. 1521 geht Hälfte Malsfelds als ehemaliges hessisches Lehen in den Besitz des Henning von Scholley über. Diese Familie erwirbt 1581 auch die andere Hälfte und vereinigt den Besitz am Ort Malsfeld in ihrer Hand. Diesen hält sie bis ins 19. Jahrhundert hinein.

1585 hat Malsfeld 32 und 1747 50 Haushaltungen.

Im Jahre 1848 wurde die Eisenbahnstrecke Kassel - Bebra (hessische Nordbahn) eröffnet und Malsfeld erhielt somit Bahnanschluss. Im Jahr 1879 wurde ein Teilabschnitt der Bahnstrecke von Leinefelde nach Treysa (Niederhone - Treysa) in Betrieb genommen. Hierdurch entstand in Malsfeld ein Eisenbahnknotenpunkt mit einem Turmbahnhof.

1891 leben in Malsfeld 631 Menschen, 1939 866 und 1961 werden in Malsfeld 1.139 Einwohner gezählt.

Am 1. Februar 1972 bildete die selbständige Gemeinde Malsfeld mit der Gemeinde Elfershausen einen Verband, der den Namen "Malsfeld" erhielt. Die Gemeinde Dagobertshausen trat am 1. April 1972 diesem Verband bei. Die Gemeinden Mosheim, Ostheim und Sipperhausen hatten sich bereits zur Gemeinde Mosheim zusammengeschlossen, diese schloss sich am 1. Januar 1974 der Gemeinde Malsfeld an. Als letzter der heutigen Ortsteile gab die Gemeinde Beiseförth am 1. Februar 1974 ihre Selbständigkeit auf und ging in der Gemeinde Malsfeld auf.

1971 wird die Eisenbahnstrecke zwischen Malsfeld und Niederhone stillgelegt. 1981 wird dann der Betrieb auf der Strecke zwischen Malsfeld und Treysa ebenfalls eingestellt. Malsfeld verliert damit seine Stellung als Umsteigebahnhof endgültig.

1995 wird ein Container-Umschlag-Terminal errichtet. Er hat eine Abstellkapazität von 480 TEU (Twenty-feet Equivalent Units/20 Fuß Container) und eine Ladekapazität von 58.000 Ladeeinheiten. Es gibt 4 Gleise à 360 Metern Nutzlänge.

Kirchen

Kirche im Ortsteil Dagobertshausen
Kirche im Ortsteil Beiseförth
Kirche im Ortsteil Ostheim

Museum

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister von Malsfeld ist Heinrich Vaupel.

Parteien und MdB


MdB: Dr. Edgar Franke

MdL: Günter Rudolph

Sehenswürdigkeiten

siehe auch

Verlauf der Fulda

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Wandern und Radwandern

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Fahrradseilbahn über die Fulda zwischen Beiseförth und Binsförth

Das ungewöhnliche Transportmittel über die Fulda ist seit Mai 2009 in Betrieb. Durch die 50 m lange muskelkraftbetriebene "Fahrradseilbahn" zwischen Beiseförth und und Binsförth werden gefährliche Straßen umgangen außerdem ist es ein Attraktion in Deutschland. Die Fahrt über die Fulda in 1,5 bis 2 m Höhe dauert etwa 5 Minuten, bei der die Gondel von dem Paassagier per Handkurbel vorwärts bewegt werden muß. Die Anlage haben die Anliegergemeinden Morschen und Malsfeld mit einer Investition von ca. 134 000 Euro Bauen lassen das Land Hessen hatte einen Zuschuss von ca. 66% übernommen. Die Seilbahn kann vom 1. April bis 1. November tagsüber genutzt werden, bei Gewitter, Sturm, starkem Nebel und Hochwasser ist eine Nutzung nicht gestattet.

Wussten Sie schon, dass ... ?

Weblinks



Ortsteile der Gemeinde Malsfeld
Wappenmalsfeld.jpg

Beiseförth | Dagobertshausen | Elfershausen | Malsfeld | Mosheim | Ostheim | Sipperhausen


Städte und Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis
WappenSchwalmEderKreis.jpg

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