Müllverbrennungsanlage

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Die Müllverbrennungsanlage der Stadt Kassel befindet sich in der Straße Am Lossewerk. Die Anlage wurde von 1968 - 1995 durch die Stadtreiniger betrieben. Infolge der steigenden gesetzlichen Anforderungen an den Betrieb einer solchen Anlage wurde sie kontinuierlich dem Stand der Technik angepasst. 1995 wurde die Abfallsortier- und Zerkleinerungsanlage in Betrieb genommen. Durch Sortierung verschiedener Abfallarten könnten dort Werkstoffe zurückgewonnen werden.

Nach dem Zusammenschluss mit dem Heizkraftwerk Losse wird die Müllverbrennungsanlage seit 1995, als Tochterunternehmen der KVV, in Form eines Müllheizkraftwerkes betrieben. In den Jahren 1997 bis 1999 wurde das Müllheizkraftwerk grundlegend erneuert. Nur ein Teil der Rauchgasreinigung wurde weitergenutzt, der in den Jahren 2006 - 2008 ersetzt wurde. In 2011 wurde eine neue leistungsfähigere Dampfturbine installiert.

Im Jahr werden ca. 150.000 Tonnen Abfall verbrannt. Die bei der Verbrennung anfallenden Schlacke wird zum Teil im Straßenbau genutzt. Die Anlage ist 24 Stunden am Tag in Betrieb.

Die hohe Temperatur (bis zu 1.200°C) des Feuers und des aufsteigenden Rauches werden dazu genutzt, Wasserdampf zu produzierten. Mit Hilfe von Turbinen wird der Wasserdampf in Strom und Fernwärme umgewandelt. Die Turbinen erzeugten im Jahr 2005 rund 48,6 Millionen kWh Strom und 177,6 Millionen kWh Fernwärme.

Vorgänger der Müllverbrennungsanlage war das Lossewerk. 1912 als Braunkohlenkraftwerk für die Stromversorgung der Stadt errichtet, sieht man heute noch seine Spuren. Oberirdisch beherbergt noch heute das alte stehengebliebene Maschinenhaus die Turbinenanlagen. Unterirdisch stößt man bei Bauarbeiten allenthalben auf Reste der Braunkohlenasche, die früher der Einfachheit halber hinter das Kraftwerk geworfen wurden.

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