Mühlenkopfschanze

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Blick zum Adlerhorst der Mühlenkopfschanze

Die Mühlenkopfschanze in Willingen liegt im idyllisch gelegenen Strycktal im Nordwesten von Hessen in der Bergregion Upland des Rothaargebirges unweit zum Sauerland.

Die Schanze

Große Schanze mit langer Geschichte

Blick aus der Höhe des Schanzentisches auf das Stadion

Die Mühlenkopfschanze in Willingen ist die größte Großschanze der Welt. Es können Weiten von über 150 Metern erreicht werden. Die Anlauflänge liegt bei 107 Metern. Im Stadion haben 35 000 Menschen Platz.

Die erste Schanze am Mühlenkopf mit einer Sprungweite von 35 Metern gab es 1926. Fünf Jahre später fand dort nach einem Umbau das erste Skispringen statt. Der Gewinner Erich Recknagel schaffte 47 Meter. 1950 wurde die Schanze zur Großschanze umgebaut, sie war damals die viertgrößte Schanze der Welt. 1982 fand in Willingen das erste Europa-Cup-Skispringen statt, 1994 das Intercontinental-Skispringen.

Anschließend wurde das Schanzenprofil für Weiten bis 155 Meter umgebaut. Von 1995 bis 2006 gab es insgesamt zehn Weltcuptermine. Die vom Ski-Club Willingen organisierten Weltcupspringen sind jedes Jahr das sportliche Großereigniss im Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Die Weltcup-Skispringen

Ankündigungsplakat - FIS Weltcup Skispringen 2016

Seit 1995 ist die Mühlenkopfschanze Austragungsort der Weltcup-Skispringen des Internationalen Skiverbandes (FIS).

So macht der Ski-Club Willingen Schnee

Damit die Skispringen stattfinden können, ist es oft notwendig, künstlichen Schnee zu erzeugen. das geht so. Wasser wird mit elektrischer Energie unter hohem Druck durch mehrere Kränze von Düsen geblasen und von einer Propellerturbine bis zu 60 Meter weit „geschossen”. Bei entsprechender Luftfeuchtigkeit und Temperaturen unter Null Grad kristallisiert das Wasser in der Luft zu Schnee. Die Größe der Wassertropfen muss den Witterungsbedingungen angepasst werden. Bei 80 Prozent Luftfeuchtigkeit soll die Außentemperatur mindestens vier Grad unter Null betragen, bei 30 Prozent Luftfeuchtigkeit funktioniert das Verfahren schon bei einem Grad unter Null. Umweltschutzverbände kritisieren den hohen Energie- und Wasserverbrauch dieser Schneekanonen. Die modernste der fünf in Willingen eingesetzten Schneekanonen hat einen Wasserdurchsatz zwischen 50 und 639 Litern pro Minute und kostet etwa 75.000 Euro.

Neuerung ab Weltcup-Skispringen 2015

Athletendorf direkt bei den Fans. An der Mühlenkopfschanze wird ein Athletendorf in unmittelbarer Nähe zum Publikum entstehen. Außerdem wird man die Servicekräfte in einem durchsichtiges Zelt beim Wachsen der Ski beobachten können. Und es wird eine Athleten-Lounge geben, damit das Publikum auch Aktivitäten außerhalb der beiden Durchgänge beobachten kann, so FIS-Renndirektor Walter Hofer. [1]

Konzerte

Neben dem alljährlichen Weltcup-Skispringen finden in unregelmäßigen Abständen auch Open Air Konzerte an der Mühlenkopfschanze statt. Im Juli 2005 waren die Österreicher "Alpenrocker" aus dem Zillertal - die SCHÜRZENJÄGER - in Willingen zu Gast. Es war das Abschlusskonzert der Deutschlandtournee "Hinter dem Horizont 2005".

Die Bühne P. Steinlechner A. Eberharter P. Steinlechner Die Besucher

Mit der Standseilbahn zum Adlerhorst

Standseilbahn an der Mühlenkopfschanze
Blick zum Adlerhorst der Mühlenkopfschanze

Die Standseilbahn führt die steile Strecke hoch zur Bergstation am Fuß des Anlaufturms (120 m Höhenuntersschied), auf einer Höhenlage von 738 Metern über Normal Null. Von hier erhält man einen guten Eindruck von der Steilheit des Geländes und von hier aus starten auch viele Wanderungen auf den Willinger Ettelsberg und die traumhaft schöne Hochheide.

Wem es "nur" darum geht, den Anlaufturm zu besichtigen, den führt ein gläserner Aufzug von der Bergstation der Standseilbahn weiter bis zum höchsten Punkt der Skisprunganlage, dem so genannten „Adlerhorst". Die Glaskanzel ist ein echter Hingucker. Hier halten sich die „Adler" vor dem Sprung in die Tiefe auf, um sich vorzubereiten. Dort zu stehen, wo schon einige Könner der Skispringerszene wie Martin Schmitt, Gregor Schlierenzauer oder Simon Ammann standen, macht den besonderen Reiz aus. Der Höhenunterschied zwischen Auslauf und Anlaufturm beträgt übrigens 156 Meter (etwa so hoch wie der Kölner Dom!).

Zurück geht es mit der Standseilbahn wieder zur Talstation.

Unten angekommen wartet in einem 2004 fertig gestellten Funktionsgebäude des Ski-Clubs Willingen das Cafe-Restaurant „Aufwind" mit Innengastronomie und einer schönen Terrasse. Auch einige sportliche Utensilien und Auszeichnungen sind zu sehen und im Erdgeschoss der Fan-Shop.

Seilgarten

Ein Naturhochseilgarten befindet sich direkt an der Weltcupschanze.

In einem Buchenbestand warten Stationen in einer Höhe bis zu 20 Metern im idyllischen Strycktal.

siehe auch

Videos

Mühlenkopfschanze aus der Sicht eines Skispringers

Webcam

An der Mühlenkopfschanze

Webcam an der Schanze

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Aus HNA.de: Neu beim Weltcup-Skispringen: Athletendorf direkt bei den Fans.

Weblinks




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WappenWaldeckFrankenberg.jpg

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