Möncheberg

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Das Kasseler Stadtgebiet am Möncheberg liegt in der Nordstadt zwischen Hollländischer Straße und Ihringshäuser Strasse.

Der Möncheberg

Im Norden wird das Kasseler Becken von dem 218 m hohen Möncheberg begrenzt. Der Name geht auf die Mönche des früheren Karmeliterklosters (Brüderkirche) zurück.

Von der Erhebung an der Straße von Wolfsanger nach Kassel bietet sich ein großartiger Blick auf Kassel und die nordhessischen Berge und bis zum Zweiten Weltkrieg führte so mancher Ausflug zum nahegelegenen Lokal "Raabes Felsenkeller", das im Jahre 1943 einem Bombentreffer zum Opfer fiel.

Geschichte

Auf dem Möncheberg befand sich einst die Möncheberg-Ziegelei, wo Braunkohle gefördert und in den nahe gelegenen Grube Ton gewonnen wurde. Am 16. November 1820 reichte Werner Henschel, Sohn des Kasseler Stück- und Glockengießers Georg Christian Carl Henschel, ein Gesuch zur Erteilung eines Mut- und Schürfscheines für die Feldmarken Kassel, Wolfsanger und Ihringshausen bei der kurfürstlichen Oberrentkammer ein. Mit der Gründung der Braunkohlenzeche auf dem Möncheberg begann eine mehr als 140-jährige Bergbaugeschichte.

Am Möncheberg befanden sich im Zweiten Weltkrieg (1940 – 1945) große Wohnlager und ein Straflager der „Geheimen Staatspolizei Kassel“. In den Lagern wie Möncheberg-Ziegelei, Möncheberg-Wielandstraße, Möncheberg-Stockbreite, Möncheberg-Ihringshäuserstraße oder Möncheberg-Simmershäuserstraße lebten ca. 8.000 bis 10.000 Menschen.

Literatur: Große Ausländerlager in Kassel (1940 - 1945) auf https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de

siehe auch

1967 - Das Verwaltungsgebäude der Fa.Henschel (heute Uni)

Weblinks