Lutwardessen

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Ortswüstung Lutwardessen

Lutwardessen ist der überlieferte Name der Ortswüstung des 1074 erwähnten Kirchdorfes Luituuardeshusun (Landau, Wüstungen, Kassel 1888) im Landkreis Kassel, Altkreis Wolfhagen. Lutwardessen wird heute Leutzewarden genannt.

Das Dorf Lutwardessen lag zwischen Dörnberg und Zierenberg an der Lubach kurz vor der Mündung der Lubach in die Warme. Die Lage des ehemaligen Ortes, die Ortslage und die Ortsgemarkung, die zur Stadt Zierenberg gehören sind bis heute bekannt.

Das Dorf Lutwardessen war im Mittelalter ein bedeutendes Dorf des Oberen Warmetales. Als Pfarrdorf unterstand es dem Kirchenpatronat der Herren von Blumenstein. Als Landgraf Heinrich I. von Hessen im Jahre 1298 die Gründung der Stadt Zierenberg vollzogen hatte siedelten die Bewohner der umliegenden Dörfer in die neu erbaute Stadt um. Kirche und Kirchenland von Lutwardessen blieben bis zur Reformationszeit erhalten, die Kirche auf dem flachen Hügel oberhalb der Lubach stand noch 1462 (Landau). Das Kirchenland, auch der Platz der ehemaligen Kirche, wird bis heute "Leutzewärter Kirchenland" genannt.

Die ehemaligen Siedler und deren Nachkommen aus Lutwardessen bilden heute als Leutzewärter neben den Siedlern aus der Wüstung Rohrbach (Rohrbacher) einen eigenen Stadtverein innerhalb der Stadt Zierenberg.


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