Landgraf Ludwig IV. von Thüringen

Aus Regiowiki
(Weitergeleitet von Ludwig IV. (Thüringen))
Wechseln zu: Navigation, Suche

Landgraf Ludwig IV. von Thüringen - Sohn des Landgrafen Hermann I. von Thüringen - war mit der später heilig gesprochenen Elisabeth von Thüringen verheiratet. Auch Ludwig IV. wurde nach seinem Tode heilig gesprochen.

Als Ludwig im Jahre 1227 auf einem Kreuzzug im italienischen Otranto verstarb, war sein Sohn Hermann noch minderjährig und sein zweiter Bruder Heinrich Raspe übernahm die Regentschaft.

Der jüngere Bruder Konrad übte als Graf von Gudensberg von 1231 bis 1234 die Herrschaft über den hessischen Teil der Landgrafschaft Thüringen aus und führte bis 1233 verschiedene Feldzüge gegen den Erzbischof Siegfried III. von Mainz. Auch durch Bündnisse mit anderen hessischen Grafen versuchte er die Macht des Erzbistums Mainz einzudämmen. So bestanden etwa Schutz- und Trutzbündnisse mit den Grafen von Battenberg oder von Ziegenhain. Im Jahre 1232 eroberte Konrad die damals mainzische Stadt Fritzlar. Die Stadt wurde dabei zerstört und die Stiftskirche St. Peter geplündert und verwüstet. In späteren Jahren setzte sich Konrad - zeitweilig mit dem päpstlichen Bann belegt - für den Wiederaufbau der Stiftskirche ein.

Konrad von Thüringen war der 1. Hochmeister des Deutschen Ordens. In der Spalatin-Chronik – einer um das Jahr 1520 im Auftrag des kursächsischen Hofes geschriebenen und von der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. illustrierten Handschrift – findet sich zu ihm folgender Eintrag: Diser herr Cůnradt ist gewest der Erst hohmaÿster des Tewschen Ordenns in Prewssenn. vnnd ein Lanntgraff in Důringn vnnd Hessen. Lantgraůen Hermans Sůn. vnd des hailigenn Lanntgraůen Ludwigs vnd des Romischen konigk Hainrichs brůder. Vnnd hat ein zeit Lang das Regiment mit sambt seinem brůder gehabt.

siehe auch

Wartburg

Weblinks