Lohne

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lohne
Kirche-Lohne.jpg
Kirche in Lohne
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Stadt: Fritzlar
Einwohner: 692 (31. Dezember 2007)
Vorwahl: 05622
Kfz-Kennzeichen: HR
Stadtverwaltung: Zwischen den Krämen 7
34560 Fritzlar
Bürgermeister: Hartmut Spogat (CDU)
Ortsvorsteher: Wilfried Werner

Lohne ist ein Stadtteil der Stadt Fritzlar im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 700 Einwohnern. In Lohne gibt es neun Vereine.

Gemarkung

Die Gemarkung hat eine Fläche von rund 1.172 Hektar.

Geschichte

Das Steinkammergrab

Das ausgegrabene Steinkammergrab (oder Galeriegrab) zwischen Züschen und Lohne belegt eine jahrtausendealte Siedlungsgeschichte in dieser Gegend. Es ist eines der bedeutendsten vorgeschichtlichen Bodendenkmäler in Mitteleuropa und stammt aus dem 3. bis 4. Jahrtausend vor Christus.

Die etwa 20 m lange und 3,50 breite Grabkammer aus Sandsteinplatten ist in den Boden eingelassen und wurde im Jahre 1894 entdeckt.

Dorfgeschichte

Lohne wird erstmals im Jahr 817 als "Loha" urkundlich erwähnt.

Lohne gehört ab 1403 zum landgräflichen Amt Gudensberg. Im Krieg zwischen der Landgrafschaft Hessen und dem Erzbistum Mainz wird Lohne 1427 durch Mainzer Truppen geplündert.

Bis 1536 wird die Gerichtsbarkeit durch die Adelsfamilie von Elben durch das Untergericht Lohne ausgeübt. Die Elben sterben 1536 aus und der Landgraf zieht das Gericht Lohne ein. Seitdem wird sowohl die niedere als auch die peinliche Gerichtsbarkeit durch den Landgrafen selbst ausgeübt. Im Jahr 1575 werden in Lohne 64 Hausgesesse gezählt.

Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges gehen die Bevölkerungszahlen durch die Kriegseinwirkungen in der Landgrafschaft Hessen-Kassel stark zurück. 1631 wird das Dorf durch die Truppen Tillys geplündert. 1639 hat Lohne noch 33 Hausgesesse. Im Jahr 1640 brennt beinahe das gesamte Dorf samt der Lohner Schule nieder. Es bleiben nur elf Häuser stehen. Ca. 40 Jahre nach dem Krieg werden in Lohne 1682 schon wieder 63 Hausgesesse gezählt.

Erhalten geblieben ist in Lohne der im romanischen Baustil errichtete mittelalterliche Turm der evangelische Kirche. Er wurde in früher Zeit als Wehrturm genutzt und erhielt im 17. Jahrhundert eine zwiebelförmige Turmhaube.

Auch das Sakramentshäuschen der Kirche stammt aus vorreformatorischer Zeit. Das heutige Kirchenschiff wurde in den Jahren 1793 bis 1794 erbaut.

1961 leben in Lohne 750 Menschen.

Am 31. Dezember 1971 gibt die Gemeinde Lohne ihre Selbständigkeit auf und wird ein Stadtteil der Stadt Fritzlar.

siehe auch

Weblinks


Stadtteile der Stadt Fritzlar
WappenFritzlar.jpg

Cappel | Fritzlar | Geismar | Haddamar | Lohne | Obermöllrich | Rothhelmshausen | Ungedanken | Wehren | Werkel | Züschen