Linsingen

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Linsingen
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Gemeinde: Frielendorf
Einwohner: 158 (30. Juni 2008)
Postleitzahl: 34621
Vorwahl: 05684
Kfz-Kennzeichen: HR
Stadtverwaltung: Ziegenhainer Straße 2
34621 Frielendorf
Bürgermeister: Birger Fey (SPD)
Ortsvorsteher: Friedhelm Alf (BL)

Linsingen ist ein Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Frielendorf im Schwalm-Eder-Kreis mit rund 160 Einwohnern. In Linsingen gibt es zwei Vereine.

Gemarkung und Lage

Linsingen liegt südwestlich von Frielendorf. Der kleine Ort hat die Struktur eines lockeren Haufendorfes. Die Gemarkung Linsingen hat eine Größe von ca. 338 Hektar.

Geschichte

1928 wird ein Teil des ehemaligen Gutsbezirks Forst Frielendorf in die Gemeinde Linsingen eingegliedert. Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Fachwerkkirche wird in den Jahren 1933 bis 1934 durch einen schmucklosen Steinbau ersetzt.

Am 31. Dezember 1971 gibt die Gemeinde Linsingen ihre Selbständigkeit auf und wird ein Ortsteil der Gemeinde Frielendorf.

Namensgebung

Linsingen wird erstmals im Jahr 1230 als "Linzingen" urkundlich erwähnt. Namensgeber des Dorfes ist das Uradelsgeschlecht derer von Linsingen. Dort, wo in der heutigen Zeit die kleine Kirche steht, soll früher sogar eine Holzburg-Anlage den Macht- und Besitzanspruch des Linsinger Adels symbolisiert haben. Der Name Linsingen zerfällt in die zwei Bestandteile Lins und ingen. Die bekannte Endung ingen findet sich in Familiennamen des Adels. Die Endung bedeutet im Althochdeutschen: Nachkommen des Lins oder Lothar oder Siegmar. Linus war im katholischen Frühmittelalter ein gebräuchlicher Name, denn Linus war Nachfolger des heiligen Petrus als Oberhaupt der Kirche. Der Stammvater des Geschlechts mit dem Namen Linus wird in dem Gebiet von Linsingen Landbesitz gehabt und eine Burg gebaut haben. Die Nachfahren fügen den Namen des Stammvaters die Endung ingen an, um zu erkennen, dass sie Nachkommen des Linus und Erben des Anwesens waren, das sie weiter ausbauten.[1]

Kirche

Die evangelische Dorfkirche (Brunnenstraße) wurde 1934 an Stelle der 1750 errichteten Vorgängerkirche erbaut (mit Orgel von 1958).

Weblinks

  1. Artikel aus der Melsunger Allgemeinen vom 18. Februar 2015: "Adelskampf im Linsenfeld"
Ortsteile der Gemeinde Frielendorf
WappenFrielendorf.jpg

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