Lindau

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Marktplatz mit St. Peter und Paul im Hintergrund

Lindau gehört zur Großgemeinde Katlenburg-Lindau in Südniedersachsen im Landkreis Northeim.

Die Ortsteile

Die Großgemeinde wurde am 1. März 1974 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Katlenburg-Duhm, Lindau, Gillersheim, Berka, Elvershausen, Wachenhausen und Suterode gebildet.

Geschichte

Wappen von Lindau

Lindau wurde 1184 erstmals urkundlich genannt.

Ein Hildesheimer Bischof errichtete hier um 1322 auf dem Burgbezirk einen uneinnehmbaren Palast, das Mushaus, das älteste Gebäude der Gemeinde Katlenburg-Lindau. In ihm war bis 1741 die Lindauer Amtsverwaltung untergebracht. Danach wurde ein neuer barocker Amtssitz gebaut, von dem nur noch das Portal in der Lindauer Schule erhalten wurde.

Ab 1754 wurde eine katholische Kirche im Eichsfelder Barockstil erbaut. Lindau war ein Flecken, d. h. es hatte Marktrecht und war daher ein wirtschaftliches Kleinzentrum.

Durch die Ansiedelung der Jutespinnerei Greve im Jahre 1872 und durch die Herstellung von Brauereipech wuchs seine wirtschaftliche Bedeutung im 19.Jahrhundert stark an.

Im Lindauer Mushaus wurden im Zweiten Weltkrieg Waffenforschungen betrieben. Um die vielen Mitarbeiter unterzubringen, wurden die Baracken gebaut, die auf dem heutigen Freizeitgelände stehen und von den Vereinen genutzt werden. Ab 1946 nahm in Lindau das Frauenhofer-Institut seine Arbeit auf, ab 1948 war es dann das Max-Planck-Institut.

Heute ist Lindau u.a. Sitz eines international bekannten Max-Planck-Instituts für Sonnenforschung und eines Zweigwerkes der Elektrokabelfirma Kordes.

Kirchen

Mushaus Lindau

Ein Bild aus alter Zeit: Im Lindauer Mushaus wurden im Zweiten Weltkrieg Waffenforschungen betrieben. (Repro: Oschmann)

Aus der Zeit um 1300 stammte die ehemalige Lindauer Burganlage, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Allein das sogenannte Mushaus - 1322 als Teil der Wasserburg errichtet - blieb erhalten und erfuhr seither unterschiedliche Nutzungen. Nachdem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in dem Gebäude Arbeiterwohungen einer Jutefabrik untergebracht waren und im Jahre 1943 an Waffenprojekten gearbeitet wurde, wurde das Mushaus nach dem Zweiten Weltkrieg vorübergehend durch das Frauenhofer-Radio-Institut und anschließend durch die Firma Kordes genutzt.

siehe auch

Weblinks


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