Liebfrauenkirche Witzenhausen

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Die Liebfrauenkirche in Witzenhausen
(Foto: Werner Keller)

Mit dem Bau der Liebfrauenkirche in Witzenhausen, der heutigen evangelischen Stadtkirche, wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts begonnen.

Im 13. und 14. Jahrhundert schloss sich dann der Bau einer spätromanischen Basilika an, die zur gotischen Emporenkirche umgebaut, aber als spätgotische Hallenkirche vollendet wurde.

Bauwerk und Geschichte

Die Liebfrauenkirche entstand vermutlich ab dem Jahre 1232, zunächst als dreischiffige spätromanische Basilika, dann im 13. und 14. Jahrhundert als spätgotische Hallenkirche. Sie wurde "Unserer lieben Frau", also der Gottesmutter Maria geweiht.

Von der einstmals romanischen Basilika ist noch der Turm erhalten. Der Kirchturm hat allerdings sein Aussehen im Laufe der Zeit verändert. Ihn ziert seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine neue Haube und die Türmerstube wurde 1747/ 48 mit einer umlaufender verschieferter Galerie versehen.

Auch die Kirche selbst wurde mehrfach um- und ausgebaut. Der Umbau von der spätromanischen Basilika zur gotischen Hallenkirche erfolgte im 13. und 14. Jahrhundert. Im Innern wird besonders an den Pfeilern der Übergang von der Romanik zur Gotik deutlich.

Die zierliche quadratische Vorhalle am Südportal ist reich verziert (um 1400). Mit Darstellungen Christi, der Evangelisten und des hl. Paulus wurde die Kanzel aus 1575 versehen. Die Orgel mit Schnitzereien im nördlichen Seitenschiff (um 1731) wurde klanglich als Barockorgel umgebaut (ab 1977).

In der ersten Hälfte des 18. Jahrunderts (1725) wurden die drei Kirchenschiffe unter einem hohen gebrochenen Dach zusammengefasst.

Chorfenster der Liebfrauenkirche

Sehenswert sind die Chorfenster aus dem Jahre 1962, von Hubert Distler aus München gestaltet, der darin die drei christlichen Hochfeste Weihnachten, Ostern und Pfingsten versinnbildlicht hat. Dabei dienten ihm abstrakte Formen und Symbole in Verbindung mit Licht und Farbe als Ausdrucksmittel.

Bei allen drei Fenstern dominieren jeweils eine große Hauptfigur, der in der Senkrechten kleinere Lichtgruppen zugeordnet sind, der Verkündigungsengel aus der Weihnachtsbotschaft, die Ostersonne und die Versammlung der Pfingstgemeinde auf die der Heilige Geist herabkommt.

Die Chorfenster gaben dem Komponisten Herbert Peter später Anregung zu seiner Komposition "Triptychon für Orgel und Pauken".

In der Liebfrauenkirche befinden sich auch verschiedene Grabmale, darunter der Familie von Berlepsch.

Galerie

siehe auch

Wussten Sie schon ...?

Portal der Liebfrauenkirche

... dass um die Liebfrauenkirche bis etwa 1600 der Friedhof war und erst danach, bedingt durch die Pest, ein neuer außerhalb der Stadtmauer angelegt wurde?

Willfried Gerstenberg, Kirchenführer Witzenhausen

Weblinks