Landkreis Waldeck-Frankenberg

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Waldeck-Frankenberg
Waldeck hessen karte.png Kbh-waldeccia.JPG
Basisdaten
Regierungs-
bezirk:
Kassel
Kreisstadt: Korbach
Landrat: Dr. Reinhard Kubat (SPD)
Internet: Waldeck -
Frankenberg

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg liegt in Nordhessen.

Er wird begrenzt im Westen durch den nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis; im Norden durch den Landkreis Höxter, im Nordosten durch den Landkreis Kassel und im Südosten durch den Schwalm-Eder-Kreis, im Süden liegt der Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg gehört zum Regierungsbezirk Kassel.

Kreisstadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist die Stadt Korbach.

Die Fläche des Kreisgebiets beträgt 1.848,58 km²; hier wohnen etwa 166.600 Einwohner.

Aktuelle Ansichten

Aktuelle Ansichten aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg gibt es per Webcams.

Städte und Gemeinden

(in Klammern die Einwohnerzahl am 30. Juni 2005)

Städte

Gemeinden

Geografie

Schloss Friedrichstein in Alt-Wildungen

Namensgebend für den Kreis sind die Altkreise Waldeck und Frankenberg (Eder). Im Osten des Kreisgebiets finden sich der Kellerwald und das Waldecker Tafelland, in der Mitte befindet sich der Edersee, ein durch Stauung der Eder künstlich geschaffener See und im Süden das Kreises liegt der Burgwald.

Im Westen schließen sich das Rothaar-Gebirge und das Sauerland an.

Geopark Waldeck-Frankenberg

Der Geopark GrenzWelten bietet - von den Gipfelregionen des Sauerlands und [[Kellerwald]s bis hinunter in die Täler und Becken der Hessischen Senke - spannende Einblicke in die Erdgeschichte und die Entwicklung dieser Natur- und Kulturlandschaft.

siehe dazu: www.geopark-waldeck-frankenberg.de

Geschichte

WappenWaldeckFrankenberg.jpg

Der größte Teil des heutigen Kreisgebiets gehörte zum Fürstentum bzw. Freistaat Waldeck, der 1929 in den Staat Preußen eingegliedert und Bestandteil der Provinz Hessen-Nassau wurde.

Das Fürstentum Waldeck war als Fürstentum Waldeck-Pyrmont Mitgliedsland des Deutschen Bundes und danach ein Gliedstaat des Deutsches Reiches und der Weimarer Republik.

Residenz war zunächst die Burg Waldeck, danach war Arolsen (heute Bad Arolsen) von 1655 bis 1918 Residenzstadt der Fürsten von Waldeck und Pyrmont, später auch - bis zum Jahre 1929 - Hauptstadt des Freistaates Waldeck, bevor Waldeck preußisch wurde.

Burg Waldeck
Fürstentum Waldeck – Historische Karte

Die planmäßig angelegte Stadt mit barockem Stadtgrundriss entstand in unmittelbarer Nähe des Schlosses, das im barocken Baustil in den Jahren 1713 – 1728 nach den Plänen von Julius Ludwig Rothweil erbaut wurde.

Die Stadtgründung von Arolsen geht zurück auf den Erlass der “Hoch-Fürstlich-Waldeckischen Privilegien und Freyheiten” durch Fürst Friedrich Anton Ulrich. Der „bauwütige” Landesherr hatte bereits 1715/ 16 das Renaissanceschloss auf dem "Oberen Herrenhof" in Korbach abreißen lassen, um hier ein neues Barockschloss als Residenz zu erbauen. Der bereits begonnene, von Julius Ludwig Rothweil entworfene Bau wurde jedoch nicht vollendet. Das Vorhaben scheiterte letztlich am Widerstand der Korbacher Bürger. Der Fürst zog es schließlich vor, den bereits begonnenen Bau des Residenzschlosses in Arolsen voranzutreiben.

Das Fürstentum Waldeck bestand aus zwei räumlich getrennten Teilen, der ehemaligen Grafschaft Waldeck (heute in Nordhessen) und der wesentlich kleineren Grafschaft Pyrmont (heute in Südniedersachsen).

Nach der im Jahre 1862 abgeschlossenen Militärkonvention mit Preußen wurde Waldeck Mitglied des Norddeutschen Bundes. Durch den Akzessionsvertrag vom 1.10.1867 erfolgte dann der Verzicht auf die volle Souveränität, so dass ab 1868 die gesamte Verwaltung des Landes mit allen Einkünften und Lasten auf Preußen überging. Höchster Verwaltungsbeamter in Arolsen war nunmehr ein preußischer Landesdirektor.

Waldeck behielt den eigenen Domanialbesitz (Domänen und Forsten) und die Kirchenverwaltung.

Der letzte Fürst von Waldeck, Friedrich Adolf Hermann dankte am 13.11.1918 ab. Einen Tag zuvor hatte sich der Arolser Arbeiter- und Soldatenrat gebildet, der seinerseits am 14.11. den Fürsten für abgesetzt erklärte.

Danach entstand in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg der Freistaat Waldeck innerhalb der Weimarer Republik, wobei die Bestimmungen des seit dem 19. Jahrhundert bestehenden Akzessionsvertrages mit Preußen weiterhin in Kraft blieben, bevor dieser 1926 von Preußen gekündigt wurde. Am 1. April 1929 wurde der Freistaat Waldeck dann Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau.

Der ehemalige Freistaat Waldeck war in die Kreise "Kreis der Eder", "Kreis des Eisenbergs" und "Kreis der Twiste" gegliedert, die 1942 zum Kreis Waldeck (Kreissitz: Korbach) vereinigt wurden.

Das südliche Kreisgebiet gehörte ursprünglich zur Landgrafschaft Hessen bzw. dem Nachfolgestaat, der Landgrafschaft Hessen-Kassel und späterem Kurfürstentum Hessen. Hier entstand im 19. Jahrhundert der Kreis Frankenberg (Eder).

Im Rahmen der hessischen Kreisreform wurden beide Landkreise am 01. Januar 1974 zum "Landkreis Waldeck-Frankenberg" vereinigt.

Kreisstadt wurde Korbach.

Sondervermögen des Landkreises Waldeck-Frankenberg ist die Waldeckische Domanialverwaltung. Zum Domanialvermögen, kurz Domanium genannt, gehört eine Fläche von rund 20620 ha, davon rund 19000 ha Waldanteile. Daneben werden Flächen von etwa 1600 ha landwirtschaftlich genutzt, hinzu kommen Erbbaurechte, Jagd- und Fischereirechte, fünf Schlösser (in Bad Arolsen, Waldeck, Höhnscheid, Landau und Rhoden), Wohn- und Forstdienstgebäude, das Restaurant „Domanium”, der Marstall und die gastronomisch genutzten Vorhof-Gebäude.

Kirchen und Klöster

Die ehemalige Klosterkirche in Netze

Literatur

  • Waldeckische Bibliographie, bearbeitet von Heinrich Hochgrebe, 1998 (für die Präsentation im Internet eingerichtet von Dr. Jürgen Römer, 2010 - pdf)
  • Waldeckisches Klosterleben - Vortrag am 2. 4. 2005 in Korbach zur Jahreshauptversammlung des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn von Dr. Jürgen Römer
  • Waldecker Land - vom Sauerland zum Edersee, bearb. von Horst König, Korbach 2002

Museen

Das historische Rathaus der Kreisstadt Korbach
Der Korbacher Roland, der als Symbolfigur für mittelalterliche Gerichtsbarkeit einst auf dem Altstädter Marktplatz in Korbach gestanden haben soll.

(eine Auswahl):

Politik

Kreistag, Kreisausschuss und Landrat

Die Wahl zum Kreistag im Jahre 2006 brachte folgendes Ergebnis:

  • CDU - 35,1 % - 25 Sitze
  • SPD - 36,0 % - 26 Sitze
  • GRÜNE - 6,0 % - 4 Sitze
  • FDP - 7,3 % - 5 Sitze
  • FWG - 11,6 % - 8 Sitze
  • REP - 2,3 % - 2 Sitze
  • Die Linke - 1,7 % - 1 Sitz

Ausführendes Organ ist der Kreisausschuss, dessen Vorsitz der Landrat führt.

Als Landrat im Landkreis Waldeck - Frankenberg wurde bei der Landratswahl am 19.7.2009 Dr. Reinhard Kubat (SPD) mit 54,3 % der abgegebenen Stimmen gewählt, der zum 1. Januar 2010 sein Amt als Nachfolger von Helmut Eichenlaub (CDU) antrat.

Parteien

Bündnis 90/ Die Grünen im Landkreis Waldeck-Frankenberg

CDU im Landkreis Waldeck-Frankenberg

Die Linke im Landkreis Waldeck-Frankenberg

FDP im Landkreis Waldeck-Frankenberg

SPD im Landkreis Waldeck-Frankenberg

Wahlkreise

Bundestag

Dr. Edgar Franke - Mitglied des Deutschen Bundestages
DR. Edgar Franke ist Bundestagsabgeordneter (SPD) für den Wahlkreis 171 Schwalm-Eder / Waldeck-Frankenberg

Dr. Edgar Franke (SPD) ist Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis 171 Schwalm-Eder / Waldeck-Frankenberg

Weitere Informationen über Dr. Edgar Franke HIER und auf der Internetseite des Abgeordneten: Dr. Edgar Franke (MdB)



Esther Dilcher - Mitglied des Deutschen Bundestages

Landtag

  • Gewählter Direktkandidat bei der Landtagswahl am 27.01.2008 im Wahlkreis 5 (Waldeck-Frankenberg I): Wilhelm Dietzel (CDU).
  • Gewählter Direktkandidat bei der Landtagswahl am 27.01.2008 im Wahlkreis 6 (Waldeck-Frankenberg II): Reinhard Kahl (SPD).

Sehenswürdigkeiten

Schloss Arolsen
Luftbild Frankenberg

Stauseen

Blick auf den Diemelsee
Luftbild der Edertalsperre
Der Twistesee mit Seerestaurant
(Foto: Andreas Hermann/ HNA)

siehe auch

Artikel zur Geschichte:

Tageszeitungen und andere Medien

Im Landkreis erscheinen

Waldecker Spezialitäten

  • Schröggelsuppe
  • Waldecker Ofenkuchen
  • Waldecker Südfrüchte

Wussten Sie schon ... ?

  • ...dass der Westflügel des Benediktiner-Klosters in Flechtdorf das älteste bis in unsere Zeit erhaltene ehemalige Wohngebäude Waldeck-Frankenbergs ist? Vor etwa 850 Jahren wurde dieses ehrwürdige Bauwerk aus Kalk- und Schiefersteinen errichtet.

Winfried Becker, Mengeringhausen

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg
WappenWaldeckFrankenberg.jpg

Allendorf | Bad Arolsen | Bad Wildungen | Battenberg | Bromskirchen | Burgwald | Diemelsee | Diemelstadt | Edertal | Frankenau | Frankenberg (Eder) | Gemünden | Haina | Hatzfeld | Korbach | Lichtenfels | Rosenthal | Twistetal | Vöhl | Volkmarsen | Waldeck | Willingen