Landgrafschaft Thüringen

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Wartburg

Im Mittelalter gewannen die Ludowinger unter den thüringischen Adelsgeschlechtern eine besondere Bedeutung. Ludwig I. wurde 1131 vom Kaiser zum Landgrafen von Thüringen erhoben.

Das Geschlecht der Ludowinger geht zurück auf Ludwig den Bärtigen, der um das Jahr 1040 ein Lehen nördlich des Thüringer Waldes erhielt.

Die oberhalb der Stadt Eisenach gelegene Wartburg soll der Überlieferung nach von seinem Sohn, Graf Ludwig dem Springer aus dem Geschlecht der Ludowinger im Jahre 1067 begründet worden sein.

Im Jahre 1080 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt, die während der Herrschaft von Landgraf Hermann I. ihre Blütezeit erlebte. Als zukünftige Braut des Thüringer Landgrafen Ludwig IV. kam im Jahre 1211 Elisabeth, die vierjährige ungarische Königstochter, auf die Wartburg, die später im Jahre 1226 ein Hospital unterhalb der Wartburg begründete.

Nach dem Tod von Heinrich Raspe, dem Bruder Ludwigs IV., im Jahre 1247 erlosch das Geschlecht der Ludowinger in männlicher Linie. Die Landgrafschaft Thüringen fiel an den Wettiner Markgraf Heinrich (den Erlauchten) von Meißen.

Ein Ergebnis der Thüringer Erbfolgekriege (auch: Thüringisch-hessischer Erbfolgekrieg) war die Abspaltung Hessens von Thüringen.

siehe auch

Wartburg

Unter Ludwig dem Springer wurde 1067 die Wartburg errichtet.

Die Burg - nahe der Landesgrenze zu Hessen - gehört zum Weltkulturerbe und liegt oberhalb der Stadt Eisenach am nordwestlichen Ende des Thüringer Waldes auf 411 m Höhe.

Auf der Burg hatten auch die heilige Elisabeth (in den Jahren 1211 bis 1227) und Martin Luther zeitweise ihren Wohnsitz.

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