Landgrafschaft Hessen-Marburg

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Erstmals wurde die Landgrafschaft Hessen nach den Tod von Landgraf Ludwig I. (am 17. Januar 1458) geteilt, wobei Niederhessen (mit Sitz in Kassel) an seinen Sohn Ludwig und Oberhessen (mit Sitz in Marburg) an seinen Sohn Heinrich ging. Erst im Jahre 1500 fiel dieser Teil nach dem Aussterben der Marburger Linie mit Heinrichs Sohn Wilhelm III. wieder an die Kasseler Linie zurück.

Durch Erbteilung der ursprünglichen Landgrafschaft Hessen nach dem Tode von Landgraf Philipp I. am 31. März 1567 entstand dann die Landgrafschaft Hessen-Marburg (1567-1604).

Geschichte

Die Landgrafschaft Hessen wurde durch Erbfall mit Wirkung 31.03.1567 in vier Teile geteilt.

Jeder der vier Söhne aus der Hauptehe Philipps erbte je einen Teil des Landes:

Wilhelm IV. erbte Niederhessen mit Kassel (Hessen-Kassel)

Ludwig IV. erbte Oberhessen mit Marburg (Hessen-Marburg) (Ludwig IV. + 1604)

Philipp d.Jüngere erbte die Niedergrafschaft Katzenelnbogen (Hessen-Rheinfels) (Philipp d. J. + 1592)

Georg I. erbte die Obergrafschaft Katzenelnbogen (Hessen-Darmstadt)

Die Landgrafschaft Hessen-Marburg wird nach dem Tode Ludwigs IV. 1604 wie auch die Landgrafschaft Hessen-Rheinfels unter die verbliebenen Landgrafschaften Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt aufgeteilt.

So kommt z.B. die nordhessische Herrschaft Itter mit den Exklaven Eimelrod und Höringhausen an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt.

Die Aufteilungen zogen jahrhundertelange Auseinandersetzungen der beiden verbliebenen hessischen Landgrafschaften nach sich.