Landfrauenverein Uslar

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Uslarer Landfrauen: (v.l.) Rita Kahle, Luise Sprenger, Ulla Ahrend, Barbara Kompart, Ellen Holz-Ebeling, Liselotte Hödicke, Gudrun Erdmann, Ilse Bohne, Ilse Borchert und Luise Borchert. (Foto: nh)

Mit Holz zum ersten Treffen

Nächster Teil unserer Landfrauen-Serie: 241 aktive Damen in Uslar

Uslar. Als der Landfrauenverein Uslar im März 1948 gegründet wurde, sollten alle interessierten Frauen und Mädchen ein aus heutiger Sicht ungewöhnliches Utensil mitbringen: ein Stück Holz zum Heizen des Raumes. Fast 60 Jahre später ist das nicht mehr notwendig - und unter den 241 Mitgliedern stellen die Bäuerinnen mittlerweile die Minderheit. Vorträge zu politischen und sozialen Themen, Ausflüge und soziales Engagement prägen heute das das Vereinsleben.

Seit 1995 leitet Liselotte Hödicke (Eschershausen) den Verein, ihre Vorgängerinnnen waren Mercedes Büttner und Wiensen Steimke (1948-1962), Mathilde Heepe-Horstmann (1962-1983) und Erika Henkelmann (1983-1995). Ellen Holz-Ebeling und Ilse Bohne ergänzen den aktuellen Vorstand. Kassenführerin ist Ulla Ahrend, Schriftführerin Barbara Kompart, als Beisitzerinnen fungieren Gudrun Erdmann, Luise Sprenger, Ilse Borchert und Rita Kahle.

Die Versammlungen finden von Oktober bis April einmal im Monat nachmittags statt. Referate mit politischen und sozialen Themen, Dia-Vorträge, etwa über den Jakobsweg, oder Vorträge von Ärzten stehen dann auf dem Programm.

Die Reisen der Landfrauen führten an den Bodensee, in die Eifel und den Bayerischen Wald, aber auch nach Ungarn, Frankreich, Norwegen, Schottland und Kroatien. Reiseziel in diesem Jahr ist die Lausitz.

Um die Orte der Region besser kennen zu lernen, wandern die Frauen im Frühjahr und Herbst, wobei teilweise Förster die Führungen übernehmen. Einmal im Jahr fahren die Frauen ins Theater nach Kassel, Einbeck oder Nordhausen.

Die Uslarer Landfrauen engagieren sich auch sozial: Erlöse aus dem Verkauf von Kuchen, Marmeladen und vielem mehr gingen beispielsweise an den Jugendkulturbahnhof Uslar und das Hospiz. In der Adventszeit packen die Landfrauen Päckchen im Schuhkarton, die die Johanniter nach Masuren zu bedürftigen Familien bringen. Die alljährliche Tellersammlung in der Dezemberversammlung kommt dem Elternhaus krebskranker Kinder in Göttingen zugute.

1998 wurde das 50-jährige Bestehen des Vereins groß gefeiert. Zu diesem Anlass pflanzten die Frauen am evangelischen Kindergarten in Uslar eine Eiche, die prächtig gedeiht. (nh)


Weitere Informationen: Liselotte Hödicke, Telefon 0 55 71/91 38 84.


Erschienen: HNA / Northeimer Neueste Nachrichten, 21.06.2007