Lamerden – evangelische Kirche

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Lamerden - An der Kirche

Die Kirchengemeinde in Lamerden gehört zum evangelischen Gesamtverband Eberschütz - Lamerden - Sielen im Evangelischen Kirchenkreis Hofgeismar.

Die Orte Eberschütz, Lamerden und Sielen liegen an der Diemel, nahe der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen und bilden zusammen ein Kirchspiel und einen Gesamtverband.

Bauwerk und Geschichte

Lamerden wurde im Jahr 1106 erstmals urkundlich erwähnt (bestätigt durch das Staatsarchiv Münster).

Die heute evangelische Dorfkirche entstand als Hallenkirche mit Westturm bereits vor der Reformation, wobei der Chor später angebaut wurde. Die Hallenkirche mit etwa 170 Sitzplätzen wurde aus Kalkbruchstein erbaut und hat im Innern eine Holzbalkendecke.

Die Orgel - 2 Register - aus dem Ende des 18. Jahrhunderts stammt aus der Werkstatt der Gottsbürener Orgelbau-Firma Heeren/ Kuhlmann. Sie wurde in den Jahren 1971 und 1987 umgebaut und 2007 weitgehend in originalen Zustand restauriert.

Restaurierung

Nach Außen-Restaurierungen der Kirche in den Jahren 1958 und 2007 (am Turmmauerwerk) sowie einer Innenrestaurierung im Jahr 1986 wurde der obere Teil des Kirchturms im Jahr 2012 erneut saniert.

Lamerder Turmzier: Geheimnis ist gelüftet

Oberer Teil des Kirchturms wird saniert

Artikel aus HNA-online vom 13.09.12

Lamerden. Was verbirgt sich wohl in der Lamerder Turmzier? Diese Frage hätte Pfarrer Berthold Kraft gern Anfang der Woche gelüftet, als er sich mit Bauleiter und einigen Dorfbewohnern zur Spitze des Kirchturms hinaufbegab.

Bekommen sie die Zier auf? Vergebens bemühten sich Gerhard Böttcher vom Kirchenvorstand (von links), Bauleiter Bernd Zeuner und Zimmermann Jens Knipping die Turmzier Anfang der Woche zu öffnen. Erst mit Spezialwerkzeug gelang es einen Tag später.

Gelegenheit dazu hatten die Männer, da die Kirche derzeit komplett eingerüstet ist, weil der obere Teil des Turms saniert wird.

„Leider ließ sich die Turmzier nicht ohne Spezialwerkzeug öffnen“, sagte Bauleiter Bernd Zeuner, da sie die Zier auch erhalten wollten, müsse man sehr vorsichtig mit ihr umgehen. Mit Hilfe der örtlichen Metallgießerei Friedrich war es schon einen Tag später gelungen, die metallene Kapsel zu öffnen: Eine Tageszeitung von 1967, einige D-Mark Münzen, dazu noch einige historische Münzen und Aufzeichnungen mit Daten über den Ort hätten sie darin vorgefunden, berichtet Gerhard Böttcher vom Kirchenvorstand. Damals, Ende der 1960er-Jahre also, sei der Turmhelm das letzte Mal saniert worden. Allerdings hätten die Verantwortlichen seiner Zeit die Konstruktion nicht richtig befestigt, so dass das Gebäude über die Jahre hinweg nicht statisch sicher gewesen sei.

Glücklicherweise ist das nun fast Vergangenheit: Seit Mai sind Handwerker dabei, dies zu beheben und die inzwischen marode Holzkonstruktion zu erneuern. „Da an vielen Stellen die Schieferverkleidung heruntergefallen war, ist das Holz darunter feucht geworden“, weiß Zeuner.

Laut Plan soll der Turm ab kommenden Monat wieder mit Schiefer eingedeckt werden, und für Ende November ist der Abschluss der Maßnahme anberaumt. „Natürlich werden wir dann bei einer kleinen Feier wieder die Turmzier aufstellen und ebenfalls einige Zeitdokumente hereinlegen“, plant der Bauleiter. Schon im Jahr 2006 wurde der untere Teil des Kirchturms saniert. „Eigentlich sollte da schon der gesamte Bereich erneuert werden, doch es scheiterte an den finanziellen Mitteln“, verriet Zeuner. Auch dieser Teil bekommt nun einen frischen Anstrich, so dass der gesamte Turm vorm Winter in neuem Glanz erstrahlen kann.

Vorläufig wird dann erstmal Ruhe in der Lamerder Kirche einkehren, doch irgendwann wird es weitergehen, denn „auch das Kirchenschiff weist einige bauliche Mängel auf, die behoben werden müssen.“

siehe auch

Weblinks