Laienspielgruppe Metze

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Metze ist eine Ortsteil von Niedenstein im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen

Laienspielgruppe Metze seit 25 Jahren

Ja, so ein Theater ...

Seit 25 Jahren bereiten wir unseren Zuschauern viel Spaß und Freude mit unseren Theaterstücken. Wir sind zurzeit 31 Vereinsmitglieder und alle 2 – 3 Jahre gibt es ein neues Stück.

Mit viel Liebe und Sorgfalt suchen wir Stücke aus, die mit viel Humor, über die Liebe, Laster und Leidenschaft gespickt sind. Damit entführen wir unsere Zuschauer für ca. 2 Stunden aus dem Alltag.

Für 2008 haben wir bereits ein Stück ausgewählt:

Aller guten Dinge sind Drei.

(E.E. Karg)

Außerdem wollen wir einen neuen Weg einschlagen. Wir planen eine Kinder- und Jugendtheatergruppe. Am 24.08.07 wurde mit einem Informationsabend im DGH Metze das Kindertheater gestartet.

Auch die sonstigen Aktivitäten unseres Vereines kommen nicht zu kurz. Regelmäßig besuchen wir befreundete Bühnen oder gestalten gesellige Nachmittage/Abende.

Wer Interesse an unserem Vereinsleben hat, ist herzlich zu unserem regelmäßigen Vereinstreffen (jeden 3. Donnerstag im Monat ab 20 Uhr) in unserer Vereinsgaststätte Gasthaus Hahn eingeladen. Dort ist auch unsere Bühne.


Haben wir Ihr Interesse geweckt ?

Haben Sie auch Lust auf eine nicht alltägliche Rolle?

Wollen Sie auch mal auf den Brettern stehen, die die Welt bedeuten?

Dann nur Mut und zu unserem Vereinstreffen ins Gasthaus Hahn kommen.

Wünschen Sie weitere Informationen? Schreiben Sie uns...


Geschichte der Laienspielgruppe Metze

Theaterspielen für einen guten Zweck

Die Idee entwickelte sich in einem Gespräch des Kirchenvorstandes mit dem damaligen Metzer Pfarrer G. Dellith. Das Besondere lag aber darin, dass die am Gespräch Beteiligten teilweise vor 24 Jahren, in ihrer Schulzeit, schon einmal ein Theaterstück aufführten und dieses nun zum zweiten Mal aufführen wollten. Ein Mitglied des Kirchenvorstandes und ehemaliger Mitspieler ergriff hierfür die Initiative, bestellte Rollenhefte und versuchte, die Mitspieler von einst wieder zu gewinnen. Nachdem die verbliebenen „Lücken“ mit neuen Freiwilligen geschlossen wurden „Lücken“ geschlossen und im September 1981 gab es die ersten Proben für das Theaterstück „Um die Heimatscholle“. Am 20. und 27. Dezember 1981 gab es zwei Vorstellungen vor ausverkauftem Haus auf der Bühne der Gaststätte Hahn. Der Erfolg dieser zwei Aufführungen war so überwältigend, dass die damaligen Akteure zwei Maßnahmen ergriffen. Zum einen wurde das Bühnenstück weitere Male im Januar und Februar 1982 aufgeführt. Zum anderen aber beschlossen die Akteure, sich in einer losen Vereinsgemeinschaft (ohne Satzung) zusammenzuschließen und weitere Theaterstücke aufzuführen. Die Gründungsurkunde wurde von allen Beteiligten am 7. Januar 1982 unterzeichnet, die Laienspielgruppe war geboren. Die ursprüngliche Idee, für einen gemeinnützigen Zweck Theater zu spielen, wurde mit der Aufführung dieses Stückes verwirklicht und durch weitere Aufführungen weiter getragen.

Durch die Aufführungen des ersten Theaterspiels, im Wechsel des Jahres und im Zusammenhang mit der Vereinsgründung, bildete sich der Ausdruck der Theatersaison im Jahreswechsel (z.B. 81/82). Diese Spielzeit und der Ausdruck der Theatersaison wurde nicht nur durch den Beginn geprägt, sondern auch bis heute beibehalten. Aus der damaligen Zeit wurde auch der Grundsatz übernommen, dass unsere Bühnenstücke nicht auf anderen Bühnen aufgeführt werden sollten und so hieß es: „Wer uns sehen will, der muss nach Metze kommen“. Hierfür gab es einen einfachen Grund, warum dieses so verbreitet wurde. Zur damaligen Zeit gab es zwar Zuschüsse vom Kreis für Bühnen, die von Gemeinde zu Gemeinde zogen um ihre schauspielerischen Qualitäten zu beweisen aber hier waren es der hohe Aufwand der Bühnendekoration und die jeweils fälligen Anpassungsarbeiten an jede Bühne, die man scheute. Die langen Spielzeiten und die jährlich wiederkehrenden Proben hinterließen ihre Spuren. Damals wie heute sind zwischen 60 und 65 Übungsabende zum Einstudieren eines zweistündigen Theaterstückes nötigt sowie unzählige Stunden für Bühnenbau und heimisches Textlernen, bevor die Premiere gefeiert werden kann. Und auch innerhalb der offiziellen Aufführungszeiten sind mindestens vier Wochenenden dem Familienleben, zumindest in den späten Nachmittags- und Abendstunden, zu entsagen. Die Folge lag auf der Hand: Es wurde ein zweijähriger Rhythmus in der Spielzeit im Anschluss an die Saison 89/91 eingeführt. Da alle Akteure begeisterte Theaterspieler sind, aber spieltechnisch in der Regel in der Vereinsgeschichte auch nur selten Ersatzspieler vorhanden waren, wurde zu einem frühen Zeitpunkt festgelegt, keine Rollen doppelt zu besetzen. Leider fielen dieser Entscheidung die Aufführungen in den Jahren 1986 und´87 zum Opfer, denn Krankheiten verhinderten die entsprechenden Übungs- und Aufführungsmöglichkeiten. Nicht selten gab es auch Aufführungen innerhalb der festgelegten Spielsaison, bei denen die Spieler trotz Grippe, Fieber oder mit „entblößtem“ Gipsbein ihren Mann bzw. ihre Frau gestanden haben.

Ab 1992 bis 2004 konnte der normale Spielbetrieb im zweijährigen Rhythmus trotz des hohen personellen Aufwandes durchgeführt werden. Der personelle Aufwand eines Bühnenstückes setzt sich aus zwei Bereichen zusammen: - einer Besetzung aus 6 bis 15 Schauspieleren, die zur Darstellung des Stückes benötigt werden. - den 8- 12 Akteuren hinter der Bühne.

Ausnahme bildete hier lediglich ein Einakter im Jahre 2002, der mit 6 Schauspielern und 3 Helfern abgewickelt werden konnte. Die hohe Anzahl der Akteure und der erforderliche Zeitaufwand entstand und entsteht noch heute aus dem Ziel, nur große Bühnenstücke zu präsentieren, d.h. Mehrakter, die in der Regel eine Spielzeit von zwei Stunden aufweisen. Doch ausgerechnet vor unserem Jubiläumsjahr, d.h. in der Spielsaison 2005/06 mussten wir durch Ausfall eines Schauspielers, dem Generationenwechsel bzw. dem fehlenden Nachwuchs Tribut zollen. Das eingeübte Bühnenstück „ Aller guten Dinge sind drei“ musste in die Spielsaison 2007/08 verschoben werden, um eine Kollision mit den Jubiläumsfeierlichkeiten zu vermeiden.

Über 20 Jahre lang war die Laienspielgruppe ein Zusammenschluss von Personen mit gleichen Interessen. Doch am 18. März 2004 war es dann endlich soweit, es wurde eine gemeinsame Vereinssatzung festgelegt und verabschiedet. Ziel der Laienspielgruppe ist in erster Linie die Förderung des Laienspiels und die Ergreifung von Maßnahmen und Aktivitäten zur Aufführung von Bühnenstücken, Sketchen und ähnlichen Amateurveranstaltungen. Jedoch soll auch innerhalb der Laienspielgruppe das gesellige Beisammensein sowie kulturelle Aktivitäten gefördert werden. In diesem Sinn werden jährlich gemütliche Abende und Zusammenkünfte gestaltet. Außerdem sitzt man nach dem Üben mit einem Glas Bier oder einem alkoholfreien Getränk zusammen. Über zehn Jahre lang gab es bei den Übungsabenden, an einem Abend als „Übungsabschluss“, Kaffee und Kuchen. Hierbei wurden Anekdoten, Witze oder ähnliches erzählt. Zu allen Zeiten aber wurde eine Tradition gepflegt: Jede erste Aufführung eines Bühnenstück wurde mit einer Premierenfeier abgeschlossen. Bei der letzten Aufführung der Saison sitzen die Laienspieler im Kreis aller Akteure und deren Partnern zusammen, um den Abschluss zu feiern. So konnten bisher alle Akteure, neben dem Lampenfieber, schöne und fröhliche Stunden im Kreise der Laienspielgruppe erleben.

Anlässlich einer Veranstaltung „Zeitreise durchs 20. Jahrhundert“ des Metzer Geschichts- und Heimatvereins wurde ein ungewöhnliches Bühnenstück zu Beginn des Jahres 2002 uraufgeführt. Ungewöhnlich in zweierlei Hinsicht: dieses Bühnenstück war von einem Gruppenmitglied selbst verfasst worden und es war das erste Theaterstück, das in nordhessischer (Metzer) Mundart gespielt wurde. Als Besonderheit galt hier nicht nur die Spielweise - in Mundart- sondern auch die Tatsache, dass die Laienspielgruppe zum ersten Mal einen Gast-Laienschauspieler auf ihrer Bühne begrüßen konnte. Kein Geringerer als unser allseits beliebter und bekannter Mundartpfarrer, Dieter Otto, spielte in seiner Verkleidung die Hauptrolle. Aus Dankbarkeit für die schauspielerische Unterstützung spielte noch im September des gleichen Jahres die Laienspielgruppe mit Pfarrer Otto beim zweiten Nordhessischen Mundarttag am 1. September 2002 in der Stadthalle Kassel - Lohfelden. Es war ein besonderer Moment für unsere Akteure, denn zum ersten Mal verließen wir das heimische Metze und brachen mit der Tradition, nur auf einer Metzer Bühne aufzutreten. Der Erfolg war so groß, dass in der Spielsaison 2003/04, auf vielfache Nachfrage dieser Einakter als Vorspiel zum eigentlichen Theaterstück der Spielzeit aufgeführt wurde.

Jedes Jahr führt die HNA - Hessisch Niedersächsische Allgemeine zur Adventszeit eine Veranstaltung für bedürftige Personen durch. Ende 2004 wurde die Laienspielgruppe um eine Beteiligung an der Aktion Advent gebeten. Wieder wurde ein Einakter in nordhessischer Mundart einstudiert und Ende November war es dann soweit. Das ausgewählte Bühnenstück wurde in einer außergewöhnlichen Atmosphäre zwei Mal aufgeführt. In einem großen Rahmenprogramm führte die Laienspielgruppe in der Stadthalle Fritzlar das erwähnte Theaterstück auf. Größe und Ausmaß dieser Aufführung, d.h. die Kulisse, das Publikum usw. waren für die Darsteller schon eine besondere Erfahrung. Auch hier hatten wir als Mitspieler und Conferencier des Abends seitens des Veranstalters, unseren Pfarrer D. Otto. Insgesamt sechs Akteure gingen an den Start, wie man dem unten stehenden Zeitungsartikel entnehmen kann.

Weitere Aktivitäten außerhalb der heimischen Bühne, der Gaststätte Hahn in Metze, sind in Verbindung mit dem Präsentieren großer Theaterstücke, bis auf die beschriebenen Ausnahmen, weiter noch nicht vorgekommen. In Form von kleinen Darbietungen als Unterstützung anderer Vereine oder auf privaten Festen sind diese nicht selten. Mit Sketchen, Playback- Shows, kurzweiligen kleinen Stücken, Vorträgen und unterhaltsamen Einlagen zur Unterhaltung des Publikums, tragen die Akteure zur Verbesserung der Stimmung oder zur abendfüllenden Unterhaltung bei. So wurde z.B. auf der Weihnachtsfeier der Freiwilligen Feuer-wehr im Dorfgemeinschaftshaus wurde ein fetziger Showtanz auf die Dielen gelegt. Dem Erfolg ging für alle Akteure eine lange, strapaziöse Übungsphase voraus. Das gilt aber auch für unterhaltsame Spiele für ganz „ausgewachsene“ Feiern. In der Regel ist dieses der Fall, wenn Gruppenmitglieder heiraten, runde Geburtstage haben oder auch bei Auftritten im Rahmen anderer Vereinsfeiern. Als ein Beispiel für aufwändige Gestaltung und zeitintensive Aktivitäten für andere Vereine kann man hier auf Motivwagen für Festumzüge für Kirmessen, Heimat- und Stadtfeste und Vereinsjubiläen hinweisen. Eine alte Tradition in der Laienspielgruppe ist es auch, bei „runden Geburtstagen“ die Geburtstagsgäste mit kurzen Sketchen zu unterhalten. Meist aus dem Stegreif ist dann das spielerische Talent gefragt, um mit etwas Witz, Charme und Überzeugungskraft die Gäste zu amüsieren.

Eine besondere Herausforderung in diesem Zusammenhang war das Dorfgemeinschaftshausfest (50 Jahre DGH- Metze) im Juni 2005. Als Beitrag zur Gestaltung des Abends präsentierte die Laienspielgruppe eine Playbackshow mit 9 Liedern, die von einzelnen „Interpreten“ oder mit Gruppentänzen aufgeführt wurden. Hier brauchten die Beteiligten eine lange Übungsphase für das Einstudieren der Tänze. Die Aufführung am Bunten Abend war auch sehr schweißtreibend, da die meisten Akteure sich in kürzester Zeit für die unterschiedlichsten Lieder immer wieder umziehen mussten. Die Show dauerte immerhin ca. 45 min.


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Der folgende Sonntag stand dann für die Akteure unter dem Motto der Kinderbetreuung. Mit einer Feuerlöschübung an einem kleinen Holzhaus mittels Kübelspritze, einem Dosenwerfstand, einem Kinderschminkplatz und mit der Möglichkeit, an einem Straßenrennen mit vier Bobby-Cars teilzunehmen, wurden die Kinder den ganzen Tag unterhalten. Wer gewonnen hatte, bekam natürlich auch Süßigkeiten. Diese Aktion war für die Akteure der Laienspielgruppe ein großer Erfolg, auch wenn die Feier, die über mehrere Tage dauerte, einen anstrengenden Arbeitseinsatz erforderte. Wie bei allen Vereinen steht auch ein Laienschauspieler nicht nur auf der Bühne, sondern beteiligt sich an den gemeinschaftlichen kulturellen Aktivitäten. Hier wurde innerhalb der 25 Jahre einiges unternommen, so z.B. einige Vereinsfahrten, Musical-, Varieté-, Theaterbesuche und Besuche befreundeter Bühnen sowie Grill- und Scheunenfeste.

Somit kann die Laienspielgruppe Metze innerhalb der vergangenen 25 Jahre auf ein erfülltes Theaterleben bzw. Vereinsleben zurückblicken. Mit der Neugründung einer Kindertheatergruppe wird ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte zur Sicherung der Zukunft aufgeschlagen.

Weblinks


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WappenSchwalmEderKreis.jpg

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