Lac

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"Lac" ist der Name des Schlossteiches von Schloss Wilhelmshöhe.

"Früher war es durchaus üblich, öffentlichen Gebäuden oder, wie in diesem Fall, kleinen Seen, französische Bezeichnungen zu geben. Auf diese Weise ist auch der "Lac" benannt worden (le lac - der See).

Beim Lac handelt es sich um einen kleinen See, der über interessante Baum- und Sträucherbestände verfügt. Dabei handelt es sich in einigen Fällen noch um Raritäten aus fernen Kontinenten.

Nachdem die fünf vorhandenen Teiche des Bergparks mit einem Damm zusammengefasst worden waren, wurde im November 1785 die Arbeit auf Grundlage der Pläne von Jussow bezüglich der Anlage des Lacs aufgenommen. Im Jahre 1791 konnte dann schließlich die Fertigstellung, einschließlich umliegender Wege und Wasserfälle, verzeichnet werden. Anfangs hatte es sich lediglich um einen kleinen Fischteich gehandelt, während dieser Teich sich nun zum Schlossteich wandelte, den die Fürstenfamilie gerne zu sonntäglichen Fahrten auf ihren beiden Prunkbooten nutzte.

Das Wasser, mit welchem der Lac gespeist wird, fließt vom Fontänenteich über künstlich angelegte Wasserfälle zum Lac. Seinen Ausgang aus dem Park findet das Wasser durch einen Abfluss, welcher 1789 ebenfalls von Jussow angelegt worden war. Hierbei tritt es als Wiesenbach aus dem Bergpark aus. Während es früher in selbiger Form durch Kassel floss, gewährleistet heute ein unterirdisch angelegtes Rohrsystem den Transport des Wassers. Von der Herkulespyramide bis zur Fontäne unten am Schloss lässt sich der Lauf des Wassers auf einfache Weise verfolgen.

Heutzutage ist der Lac mit Enten und Schwänen nicht nur ein beliebter Ort für Sonntagsspaziergänge, sondern ferner auch ein durchaus bekannter Treffpunkt für Biologen und andere Interessierte. Denn gegen Abend trifft man hier, insbesondere an lauen Sommerabenden, eine Vielzahl an Fledermäusen unterschiedlichster Arten an.
Wie das Bild belegt, zieht der Lac auch im Winter viele Menschen an. Viele Familien treffen sich hier, um mit den Kindern Schlittschuh zu laufen.
Ganze Gruppenführungen, ausgerüstet mit Fledermaus-Detektoren, finden hier statt. Mit Hilfe dieser Detektoren lassen sich die Rufe der Fledermäuse in für das menschliche Ohr wahrnehmbare Geräusche umwandeln. Doch die Detektoren ermöglichen nicht nur die akustische Wahrnehmung der kleinen Tiere, sondern gewährleisten darüber hinaus auch eine Zuordnung in die verschiedenen Arten.

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