Lützelmaden

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Lützelmaden ist ein wüst gefallenes Dorf im Bereich der heutigen Gemarkungen Maden und Niedervorschütz.

Lage

Das Dorf lag etwa 1,5 Kilometer östlich von Maden, unweit der Mader Heide. Genau lässt sich der Ort der Siedlung nicht mehr nachvollziehen.

Geschichte

Lützelmaden wird erstmals 1145 als "in parvo Maden" in einer Urkunde erwähnt, als das Kloster Weißenstein zwei Mansen vom Kaufunger Ministralen Erchanger eintauscht. Weitere Erwähnungen folgen 1155 und 1158 als "Luccelen Madenen".

Den Zehnten zu Lützelmaden hat 1209 das Stift Fritzlar inne. In der Liste der Zehnteinkünfte ist Lützelmaden als "Mathen minori" erwähnt. 1217 und 1220 folgt eine weitere urkundliche Erwähnung als Hermann von Gudensberg genannt Meisenbug zwei Hufen zu "Luccelen Mathenun" eintauscht. 1293 verkaufen die Meisenbug ihre Güter in Dorf und Gemarkung "Luzelen Maden" an das Kloster Haina. Im Jahr 1305 erwirbt der Fritzlarer Kantor Hermann von Grone Güter in "Lucellenmaden". In den Jahren 1310 und 1315 wird das Dorf als "Maden minori" erwähnt. Ebenfalls 1315 verkaufen die Meisenbug weitere ihrer Güter zu "Luszelenmaden" an Hermann von Grone. Weiterhin wird der Ort 1322 als "Luczelmadin" und 1335 als "minori Maden" erwähnt.

1418 wird das Dorf letztmalig als "Luczelmaden" in einer Urkunde erwähnt, so dass davon auszugehen ist, dass es kurz darauf aufgegeben worden ist. Die Gemarkung Lützelmaden wurde den Gemarkungen der benachbarten Dörfer Maden und Niedervorschütz zugeschlagen. Wobei der weitaus größere Teil der Gemarkung an Maden ging.