Kyffhäuser Kameradschaft Homberg

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Die Kyffhäuser Kameradschaft Homberg ist eine Vereinigung von ehemaligen Soldaten, heute aber auch schießsportinteressierten Frauen und Männern. Die Kameradschaft Homberg ist eine von vielen Kameradschaften im gesamten Bundesgebiet und entsprechend organisiert. Der heutige "Deutsche Soldatenbund Kyffhäuser" erhebt den Anspruch auf eine 220 jährige Tradition. Nach einer Chronik wurde am 08. Juni 1786, wenige Wochen vor dem Tode des großen Preußenkönigs Friedrich II. zu Wangerin in Pommern von 40 ehemaligen gedienten Soldaten des friderizianischen "Füsilierregimentes von Brünning" die "Militärische Schützenbrüderschaft" gegründet,deren Satzung erhielt folgende Bestimmungen: "...damit unsere Sache einen festen Grund haben sol und bey uns bis in die spätesten Zeiten unumstößlich nachgelebt werden muß..." Erst nach dem Krieg von 1870/1871 kam es zu "echten" Kriegervereinen, die sich mit Satzungen ein festes Fundament schufen. Für die Homberger Veteranen wurde im Jahr 1873 ein Zusammenschluß angeregt. Demzufolge erschien am 06.September 1873 im Homberger Kreisblatt folgende Anzeige:


Gründung der KK Homberg/Efze

Behufs Gründung eines Kriegervereins für den Kreis Homberg werden alle früheren Militärs hiermit zu einer Zusammenkunft auf Sonnabend, den 13.d.M., abends 8 Uhr, in die Gastwirtschaft H.Walther dahier (Markt), eingeladen. Homberg, am 04.September 1873:gez. H. Hunold Dazu wird später mitgeteilt, dass der neu gegründete Verein bei der Festsetzung der Statuten schon 120 Mitglieder zählte. Zum ersten Vorsitzenden wurde Leutnant d.R. Bruno Nickau gewählt. Zweck und Ziel der Vereinigung war die Kameradschaftspflege.


Die nächstfolgenden Monatsversammlungen fanden mit wenigen Ausnahmen hintereinander bei J. Achenbach in der "KRONE" statt. Es ist anzunehmen, dass man damals schon diese als Vereinslokal gewählt hatte. Unter den Mitgliedern wurde das Vereinsleben immer wach gehalten. Außer den regelmäßigen Monatsversammlungen fanden sich Anlässe zu Zusammenkünften. Im März 1874 wurde der Geburtstag des Kaisers sehr aufwendig gefeiert. Um 5 Uhr früh begann man mit der Receille (Weckruf). Nach einer am Schloßberg abgehaltenen Volksbelustigung fand am Abend ein Festessen mit anschließendem Ball statt. Mal traf man sich im Achenbachschen Garten vor dem Obertor oder zu einem Rendezvous im Ronneberg. Im Juli hatte der Kriegerverein Beiseförth die Vereine von Cassel, Melsungen, Homberg, Spangenberg und Rotenburg zur Fahnenweihe eingeladen. Dorthin ging es mit Leiterwagen. Am nächsten Sonntag lud der Verein Waßmuthshausen zum fröhlichen Fest ein, das mit Sang und Klang auf dem Festplatz am Ronneberg gefeiert wurde. Eine Leiterwagenpartie zum Heiligenberg begann schon früh morgens um 6 Uhr. Damit man einen guten Eindruck hinterlasse, wurde angeordnet, Dekoration und Vereinsschleife zu tragen. jedenfalls verstand man es, eine gute Kameradschaft zu pflegen. Man verstand es aber auch, eine Zusammengehörigkeit nach außen zu dokumentieren. Vor dem Dankgottesdienst am Tag von Sedan wurde in der St. Marienkirche eine Gedächnistafel für alle Kriegsteilnehmer von 1871/1872 enthüllt. Eine gleiche Erinnerungstafel für die Teilnehmer des Freiheitskampfes 1814 hing bereits schon an der Empore in der Kirche. Diese wies die Namen von 150 Veteranen aus.

Eine Gedenk-Tafel

der Krieger aus hiesiger Stadt, welche an dem Feldzuge 1870/1871 gegen Frankreich beteiligt waren. A. Combattanten, welche die Grenzen Frankreichs überschritten B. Combattanten, welche dieselben nicht überschritten haben. C. Nichtcombattanten.

Die Gedanken an den siegreichen Krieg und die nachfolgenden patriotischen Ereignisse waren bei allen noch in frischer Erinnerung. Jeder sollte teilhaben an dem Ehrentag für die Veteranen, deren Namen auf der Tafel angebracht werden sollten.

Feiern des Sedanfestes

Um in Gedanken diesen Tag miterleben zu können - ein Auszug aus der damaligen Zeitung -. Am Vorabend des Sedantages, nach einstündigem Glockengeläut, führte ein Festzug fast die gesamte Bevölkerung zum Stellberg. bei Musik und Gesang wurde ein mächtiger Holzstoß abgebrannt. Den Teilnehmern bot sich ein prächtiges Bild, denn auf allen, vom Stellberg sichtbaren Bergspitzen, brannten Freudenfeuer. Für die hiesigen Gäste beschloss der Tag mit einem Zapfenstreich. Am Donnerstag, dem 2.September, begann der Tag um 5 Uhr mit einer Reveille (Weckruf). Vor 10 Uhr versammelten sich vor dem Westheimer-Tor die Schuljugend, Festdamen, die Beamten und Angestellten aller Ämter und die Mitglieder aller Vereine. Die Veteranen wurden in Chaisen zum feierlichen Gottesdienst zur Kirche gefahren; ihnen waren um den Altar Ehrensitze eingeräumt worden. Die Kirche reichte nicht aus, um alle Menschen aufzunehmen. eine große Menge stand noch bei offenen Türen auf dem Kirchhof , um am Festakt teilzunehmen. Am Nachmittag bot der Marktplatz ein farbenfrohes Bild bei der Aufstellung zum Festzug. Zwischen Uniformen der damals bunten Waffengattungen, den Jungfrauen in weißen Kleidern, den bunten Kleiderchen der Kinder, bewegten sich die Rektorschüler, Präparanten und Seminaristen mit ihren vielfarbigen Mützen, alle in besonderer Ehrerbietung den mit Orden dekorierten Veteranen des siegreichen Krieges gegenüber, sie waren der Mittelpunkt des Geschehens. Auf dem Festplatz vor dem Obertor wechselten die Darbietungen einander ab,es war ein gelungenes Fest.


Das Sedanfest wurde in 1876 wurde in bisheriger Form gefeiert. Für den 17. September wurden die Mitglieder in den Achenbachschen Garten vor dem Obertor zum Scheibenschießen eingeladen. Diese Tradition wird heute noch von unseren jüngeren Kameraden fortgesetzt. Es ist verständlich, dass um diese Zeit die Fahnenfabriken volle Beschäftigung hatten, so dass die Fahnenweihe erst am 5.November 1876 stattfinden konnte. Trotzdem wurde dieser Tag festlich begangen. Diese Fahne befindet sich heute unter den Beständen des Heimatmuseums. Im September war der Kriegerverein bei dem in der Umgebung von Wabern stattfindenden Herbstmanöver auf dem Paradefeld mit der neuen Fahne vor Kaiser Wilhelm I. angetreten. Die Teilnehmer berichteten, dass der Kaiser infolge des am 2. Juni verübten Attentats seinen Arm noch in der Binde trug. In treuer Kameradschaft hielten es die Vereinsmitglieder für eine besondere Pflicht, am 18 Oktober 1880 den letzten Veteranen aus dem Befreiungskrieg, Wilhelm Angersbach, mit militärischen Ehren zur letzten Ruhe zu begleiten. Am Kaisermanöver, im September 1891, nahm die Homberger Kriegerkameradschaft an der Parade vor Kaiser Wilhelm II. mit ihrer Fahne teil. Am 4. August 1895 nahmen die Homberger Veteranen an einem großen Kriegerfest in Cassel teil und knüpften dort Verbindungen für die bevorstehenden Feierlichkeiten. Schon lange liefen die Vorbereitungen zum Bau eines Kriegerdenkmales ; der Sedantag 1895 war dafür ausersehen. Der Vorabend verlief mit Glockengeläut, wie alle vorhergehenden Gedenktage. Am Sonntag Vormittag war ein Gottesdienst in der Kirche, die bis auf den letzten Platz besetzt war.

Nach dem Gottesdienst schritten alle zur zukünftigen Gedenkstätte. In der kleinen Anlage vor dem Rathaus war eine Baugrube ausgehoben, die den Grundstein für das Monument aufnehmen sollte. Auch im Bild wurde dieser Festakt festgehalten . Wieder hatten die Veteranen einen Ehrenplatz in der Mitte des Geschehens eingenommen. Um den Platz hatten die auswärtigen Kriegerkameraden mit ihren Fahnen in der Obertorstrasse, Pfarrstrasse und Rathausgasse Aufstellung genommen, umringt von vielen Zuschauern, die diese Stunden mit erleben wollten. Auf dem Rathausplatz standen die Mitglieder der Liedertafel und die Chorvereinigung des Seminaristen und Präparanden: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren...,klang es über die Menschenmenge in die Gassen und über den Marktplatz- Metropolitan Schotte weihte den Grundstein, in den eine Kassette mit Urkunden sowie üblichen Schriftstücken und Münzen eingemauert wurden. Der Vorsitzer des Kriegervereins, der Leutnant d.R. Landmesser Ulrich, überreichte dem in Hauptmanns-Uniform der Artillerie erschienenen Landrat Reinhard von Gehren auf einem lorbeerbekränzten Sammetkissen den Hammer, mit dem von Gehren die üblichen drei Schläge mit den Worten vollzog: “Den Gefallenen zum Gedächtnis, den Lebenden zur Anerkennung, den künftigen Geschlechtern zur Nacheiferung”. Nach der Festrede des Vorsitzenden Leutnant d.R. Ulrich wechselten Musik und Lieder ab und gipfelten zum Schluß im Deutschlandlied. Am Nachmittag versammelten sich alle zu frohen Stunden vor dem Obertor und abends zu einem Freudenfeuer auf dem Stellberg. Der anschließende zweite Festtag wurde zum Tag der Jugend , an ihm beteiligten sich alle Schulen. Für etwa 500 Kinder gab es gratis Wecke mit Würstchen und Getränke. llt. Als ein Zeichen der Dankbarkeit und Erinnerung wurden auf den Denkmalstufen einige Lorbeer- und Eichenkränze für die Gefallenen niedergelegt. Am 23. Januar 1898 wurden durch den Vereinsvorsitzenden an die Veteranen die von seiner Majestät, Kaiser Wilhelm II., gestiftete Erinnerungsmedaille verliehen und ausgehändigt. Im gleichen Jahr, am 5. Februar , verstarb in Harpenfeld der frühere 2. Vereinsvorsitzende, Kgl. Steuerinspektor a.D. Hauptmann d.L. Eduard Volkening; ihm widmete der Verein einen ehrenvollen Nachruf. Mit dem 1. November 1897 hatte die von den Kameraden des Kriegervereins gebildete “Freiwillige Krieger-Sanitäts-Colonne vom Roten Kreuz” ihre Tätigkit aufgenommen. Deren ersten Vorsitz übernahm gleichzeitig der Kriegervereinsvorsitzende , Landmesser Wilhelm Ulrich, Kolonnenarzt wurde Dr. med. Karl Haas, Abteilungsführer wurde der Malermeister Adam Heinrich Braun und zum Schriftführer wurde der Bahnhofsvorsteher a.D. Gottlieb Hellmann gewählt. Von ihnen wurde im 1. Weltkrieg u.a. zum Sanitätsdienst z.T. ins Feld einberufen: A.H. Braun, Karl Brössel, C. Jütte, E. Lüdtke, C.Vogel. Somit wurde durch den Kriegerverein in Verbindung mit dem im Krieg geborenen Vaterländischen Frauen-Verein und der Sanitätskolonne eine echte Hilfsorganisation der Nächstenliebe geschaffen, deren Bestand sich bis in die heutige Zeit noch segensreich auswirkt.

Traditionen der Soldatenverbände

Eine der vornehmsten Ehrenpflichten in den Kriegerkameradschaften war es, ihre verstorbenen Kameraden mit militärischen Ehren zur letzten Ruhestätte zu begleiten. Diese Tradition bestand schon seit der Vereinsgründung. Um sie in üblicher militärischer Art durchzuführen, wurde eine Gewehrgruppe innerhalb der Mitglieder gegründet und mit Gewehren 88 ausgerüstet. Die “Leichenparaden” wurden zu einer feierlichen Form ausgebaut. Voran schritt eine Kapelle, dieser folgte die Gewehrgruppe, die Fahne, die Vereinskameraden und vor dem Verstorbenen trug man auf einem Sammetkissen seine im Krieg erworbenen Auszeichnungen. Als Ehrenbezeugung wurde “das Gewehr präsentiert”, die Kameraden des Krieges grüßte eine letzte “Ehrensalve” über das offene Grab. Nach dem 1. Weltkrieg wurde, um diese Tradition fortzusetzen, durch Kamerad H. Böth eine Gewehrgruppe wieder zusammengerufen; nach dem Ende des 2. Krieges aber wurden auf Befehl der Besatzungsmächte die Gewehre eingezogen. Auf Anregung des Kriegervereins wurde für die Gefallenen und Vermißten des 1. Weltkrieges in der Vorhalle der Kirche eine Gedächnisstätte geschaffen und mit dem zur gleichen Zeit stattfindenden Reformationsfest am 26. Oktober 1926 eingeweiht. Die Ausgestaltung der Halle wurde im Entwurf und Ausführung von dem Kunstmaler Karl Leyhausen, Kassel, und zu dessen Assistenz von Malermeister Carl Braun, Homberg, ausgeführt. Diese Gedächnisstätte wurde nach dem 2. Weltkrig für die Gefallenen und Vermißten aus 1939/1945 im Auftrag des Kriegervereins, des Kirchenvorstandes und der Stadtverwaltung, von dem Malermeister Herbert Tschirpke umgestaltet. Die Zusammenschlüsse vor dem Krieg 1870/1871 waren oft nur eine lockere Verbindung, deren Mitgliedschaft bestand nur aus Kriegsveteranen und waren demzufolge zum baldigen Aussterben verurteilt.

Sinngemäß verfolgten sie alle das gleiche Ziel, die Kameradschaftspflege, aber ihre Namensgebungen waren verschieden, mal bezeichneten sie sich als “Schützengilde”, als “Soldatenbund”, eigenartigerweise auch als “Begräbnisverein” usw.. Um aber dem in Homberg nach dem Krieg von 1870/71 gegründeten “Kriegerverein” eine längere Lebensdauer zu sichern, nahm man auch Kameraden auf, die ihre militärische Dienstzeit absolviert hatten. Um auch später erneut aufkommende Bedenken zu beseitigen, beschloss man im Jahr 1931, eine Jugendgruppe zu gründen. Im September gleichen Jahres wurden schon 31 junge Mitglieder aufgenommen und verpflichtet; im Februar 1932 schien mit 56 Jungmitgliedern der Nachwuchs für längere Zeit gesichert zu sein. Durch den politischen Führungswechsel in Deutschland wurde in den 30er Jahren auch allgemein in das Vereinsleben eingegriffen. Auf Anordnung der nationalsozialistischen Regierung bzw. durch Hitler wurden am 01. Juli 1934 die Kriegerverein bzw. die Kyffhäuser-Verbände in die SA Res. II überführt. In diesem Zusammenhang erhielten die Vereine auch neue Fahnen, welche das Hakenkreuz auf weißem, runden Grund im roten Tuch zeigten. Dank der segensreichen Einrichtungen und inneren Festigung des Kyffhäuser-Bundes zollte man durch eine “offizielle Anerkennung” der bisherigen Reichskriegertage besondere Achtung. Entgegen dieser Anerkennung wurde der Kyffhäuser-Bund aber wegen “Organisations-Vereinfachung” im Jahre 1943 auf Anordnung der NS-Regierung aufgelöst.

Bei diesem Sedanfest gab es ein unerwartet buntes Bild in einer soldatischen Kameradschaft. Die Soldaten mit ihrer Regimentskapelle und die Reichsarbeitsdienst-Abteilung aus dem Standort Homberg beteiligten sich in erfreulich großer Anzahl, so dass das gut gelungene Fest noch recht lange in bester Erinnerung blieb. Am 16. Juli 1934 wurde auf Vorschlag des Reichspräsidenten von Hindenburg vom Deutschen Reichstag die Stiftung des Ehrenkreuzes für die Teilnehmer des 1. Weltkrieges beschlossen; dem greisen Frontsoldaten von Hindenburg wurde als erstem Soldaten das Verdienstkreuz mit Schwertern verliehen.

Die Feierlichkeiten, die zum Tag der 20jährigen Wiederkehr des 1. Weltkrieges am 2. August 1934 begangen werden sollten, begannen mit der traurigen Nachricht , dass der Reichspräsident und Generalfeldmarschall von Beneckendorf und von Hindenburg um 9 Uhr auf seinem Landgut in Neudeck in Pommern verstorben sei. Die Kyffhäuser-Kameradschaft trauerte um ihren Präsidenten des Verbandes. Aus allen Teilen des Landes nahmen Abordnungen an dem Beisetzungsakt im Tannenberg-Ehrenmal teil. Anläßlich des 25. Todestages des Generalfeldmarschalls nahm die Kyffhäuser-Kameradschaft Homberg an der Gedächtnisfeier in der Elisabethkirche in Marburg teil. Während des Krieges 1939/1945 bestand die Kameradschaft Homberg weiter und versorgte ihre Kameraden, die Kriegsdienst leisteten, mit Nachrichten und Liebesgaben. Nach Einmarsch der Amerikaner wurde sie, wie alle anderen Institutionen, aufgelöst.

Durch Kontrollratsgesetz Nr. 2 (Auflösung und Liquidierung der Naziorganisationen) vom 10. Oktober 1945 werden alle Organisationen und Einrichtungen, die der nationalsozialistischen Herrschaft gedient haben, „abgeschafft und für ungesetzlich erklärt“, so unter anderem auch der NS-Reichskriegerbund.

Die Wiedergründung erfolgte am 25. Juli 1954

mit folgenden Kameraden:

Karl Boß, Carl Fischer, August Emelius, Günther Braun, Carl Braun, Heinz Ried, Heinrich Haase, Heinrich Rüger, Josef Krüger, Bernhard Bachmann, Georg Breiding, Jakob Braun, Wilhelm Reiß, Bernhard Maser, Fritz Groß, Paul Gierke, Johannes Breiding, Johannes Hühne und Karl Heß.

In einer Versammlung wurde am 1.12.1956 beschlossen, für die gegründete Schießgruppe ein KK-Gewehr anzuschaffen. Dies wurde 1958 endlich geliefert. Mit dieser Gruppe blühte das Vereinsleben wieder auf. Im März 1958 war die Mitgliederzahl auf 75 angestiegen. Jetzt versuchte man auch den Kyffhäusergedanken in die Umgebung von Homberg weiter zu tragen. Am 18.07.1958 wurde der Beschluss gefasst, einen Kreisverband zu gründen. Kamerad Hans Potstawa hat sich in vorbildlicher Weise für das Zustandekommen des Kreisverbandes eingesetzt. Am 17. März 1962 wurde der neue Kreisverband gegründet. es schlossen sich zunächst 6 Kameradschaften an. Der Schießsport wird in der Homberger Kameradschaft besonders gepflegt. Um die Schießergebnisse in einem größeren Rahmen zu prüfen, fanden gemeinsam mit dem Schützen-Verein Homberg und dem Unteroffiziers-Korps des 1. PzArtBtl 55 regelmäßige Vergleichsschießen statt. Ab dem Jahr 1964 wurden die ersten Kameraden aus der Bundeswehr in die Kyffhäuserkameradschaft aufgenommen; von da ab steigerten sich die Anmeldungen aus der Bundeswehr ständig.

Darüber hinaus wurde zwischen den Offizieren und Unteroffizieren der Bundeswehr, dank der Bemühungen der damaligen Vorsitzenden Carl Fischer und Günther Braun eine echte, enge kameradschaftliche Verbindung hergestellt. Im Geist der alterprobten Kameradschaft werden zwischen jung und alt im militärischen Sinn von dem Uffz.-Korps der Stabs-Kp PzGrenBrig 5 und Mitgliedern der Kyffhäuser-Kameradschaft Geländefahrten organisiert, die über viele Jahre stattfanden. Auf diese Weise ist zwischen den Bürgern von Homberg und den Neubürgern der Garnisonsstadt ein sehr gutes Verhältnis zustande gekommen. Den Kameraden Major Freitag und Major v. Consbruch und Hauptfeldwebel H. Engelhardt sei an dieser Stelle dafür besonders herzlichst gedankt. Die 100jährige Tradition der Kyffhäuser-Kameradschaft Homberg möge weiterhin fortbestehen und die alten Soldatentugenden Treu, Pflichterfüllung, Gehorsam, Unterordnung Kameradschaft , die schon vor 100 Jahren in der Schützenbruderschaft gepflegt wurden, mögen weiterhin eine dauernde Pflegestätte in der Homberger Kameradschaft finden.

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