Kurt-Schumacher-Straße

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Die Kurt-Schumacher-Straße erinnert an den großen Sozialdemokraten und SPD-Vorsitzenden (von 1946 bis zu seinem Tode in Bonn am 20. August 1952). Der schon im Ersten Weltkrieg schwerkriegsbeschädigte Kurt Schumacher, am 13. Oktober 1895 in Culm in Westpreußen geboren, musste als ehemaliger Reichstagsabgeordneter von 1930 bis 1933 und Gegner des Nationalsozialismus die meiste Zeit von 1933 bis 1945 in Konzentrationslagern der Nazis verbringen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Zusammenbruch Deutschlands im Mai 1945, wirkte Schumacher führend an der Wiederbegründung der SPD mit.

Wobei er dann in den ersten Jahren der jungen Bundesrepublik als Fraktionsvorsitzender und politischer "Gegenpart" zu Konrad Adenauer mit dazu beitrug, dass der Ruf Deutschlands nach der schlimmen "Nazizeit" und dem zerstörerischem Krieg sich europäisch und international so besserte, dass Deutschland bald darauf in die Völkergemeinschaft aufgenommen wurde und wieder Vertrauen geschenkt bekam.

Der studierte Volkswirt Kurt Schumacher war entschiedener Gegner einer Vereinigung der SPD mit den Kommunisten und bekannte sich zum Leitbild eines demokratischen Sozialismus. 1949 kandidierte er erfolglos um die erste Bundespräsidentschaft, der sich im Westen Deutschlands aus der amerkanischen, britischen und französischen Besatzungszone gegründeten Bundesrepublik Deutschland. Schumacher verlor gegen Theodor Heuß, den dann ersten Bundespräsidenten.

Die Kurt-Schumacher-Straße ist eine der große Ein- und Ausfallstraßen Kassels, die mit die Hauptlast des Verkehrs tragen muss. Sie nimmt den Verkehr auf, der von Osten über die Leipziger Straße durch Bettenhausen kommt und über die Dresdner Straße vom "Kleinen Kreisel" her zum Platz der Deutschen Einheit, auch verkehrstechnisch "Großer Kreisel" genannt, gebündelt wird. Gleichzeitig werden aber auch jene Verkehrsströme, die über die Bundesstraße 83 (Nürnberger Straße), ebenfalls über den "Großen Kreisel", in die Stadt kommen bzw. diese verlassen über sie geleitet.

Die Kurt-Schumacher-Straße setzt sich innerstädtisch nach Westen fort im kurzen Stück der Lutherstraße, auch als "Lutherplatz" bezeichnet und führt gradlinig darüber hinaus weiter, mit der "zum" Kasseler Arbeitsamt führenden Straße Grüner Weg; dieser führt quasi unterhalb des "Kulturbahnhofplateaus" entlang.

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