Kurhessisches Diakonissenhaus

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Zug der Schwestern im Vorderen Westen, wo die Diakonissen seit 1883 zu Hause sind.

Das Kurhessische Diakonissenhaus in Kassel besteht seit 150 Jahren.

Gemeinnützige Stiftung

Die gemeinnützige Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel betreibt unter anderem ein Kinder- und Jugendheim und drei Tageseinrichtungen für Kinder, Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie das Diakoniezentrum für Schädel-Hirn-Verletzte in Nordhessen (ZeHN).

Geistliche Heimat von 40 Diakonissen

Das Diakonissen Mutterhaus mit Kirche, Tagungs- und Gästebetrieb ist ein weiteres Arbeitsgebiet und geistliche Heimat von 40 Diakonissen. Die Stiftung beschäftigt haupt- und ehrenamtlich rund 300 Menschen. Darüber hinaus ist die Stiftung Gesellschafter der Agaplesion Diakonie Kliniken Kassel. Diese betreibt an drei Standorten das Burgfeld-Krankenhaus, das Diakonissen-Krankenhaus sowie die Frauenklinik Dr. Koch. Dort arbeiten etwa 700 Menschen in der Medizin.

Geschichte

Das Kurhessische Diakonissenhaus vermutlich im Jahr 1897. Es ist eine undatierte Aufnahme von der Parkseite her, Foto: HNA-Archiv

Das Kurhessische Diakonissenhaus Kassel feiert 2014 seinen 150. Geburtstag.

Eine stillgelegte Papiermühle in der Nähe von Treysa war die erste Heimat des Kurhessischen Diakonissenhauses, das heute zu den angesehensten Krankenhäusern in Kassel gehört.

Der Name erklärt sich aus der Hessischen Geschichte:

Die ehemalige Landgrafschaft Hessen-Kassel, entstand nach dem Tode Philipps des Großmütigen (1504-1567), als die Landgrafschaft Hessen unter seinen Söhnen aufgeteilt wurde.

Die Landgrafschaft Hessen-Kassel im heutigen Nordhessen erhielt der älteste Sohn, Landgraf Wilhelm IV.. Mit dem 1803 vollzogenen Reichsdeputationshauptschluss wurde die Landgrafschaft Hessen-Kassel zum Kurfürstentum des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation erhoben. Von diesem Zeitpunkt an ist die Bezeichnung "Kurhessen" oder Kurfürstentum Hessen für Hessen-Kassel gebräuchlich.

Das Kurhessische Diakonissenhaus wurde 1864 im Herzen des kurhessischen Landes, in Treysa, gegründet. Gründer war aber nicht ein Hesse, sondern der Angehörige einer hugenottischen Familie, Pfarrer Franz von Roques.

Über die folgenden 20 Jahre hinweg erwies sich der Standort Treysa jedoch als zu weit abgelegen, sodass zur Existenzsicherung eine Verlegung des Mutterhauses nach Kassel erwogen und schließlich auch durchgeführt wurde.

siehe auch

Weblinks

Internetseite des Diakonissenhauses