Kurhessische Landeszeitung

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Das Kriegsende in Kassel bedeutet auch das Ende der "Kulaz". Die Kurhessische Landeszeitung ist seit April 1943 die einzige Zeitung, die die Bevölkerung mit Informationen versorgt. Objektiv sind die Nachrichten schon lange nicht mehr – die Landeszeitung ist das Zentralorgan der Gauleitung, die Nationalsozialisten haben die anderen Zeitungen längst verboten oder gleichgeschaltet.

Die Amerikaner geben kurz nach ihrem Einmarsch die "Hessische Post" heraus, am 26. September können die Kasseler für 20 Reichspfennig zum ersten Mal die "Hessischen Nachrichten" erwerben – die sechste deutsche Zeitung in der amerikanischen Besatzungszone. Unter der Überschrift "An unsere Leser" schreiben die Lizenznehmer Wolfgang Bartels, Fritz Schmidt, August H. Berning, Gustav Römer und Dr. Wolfgang Poeschl, daß die Redaktion "den Willen aller antifaschistischen Richtungen Kurhessens zu gemeinsamer Arbeit" widerspiegele.

Ganz klar sieht sich die HN als Pfeiler der Demokratie und widmet einen großen Teil ihrer Ausgaben Berichten über die Greuel des Naziregimes und der Notwendigkeit eines demokratischen Staatswesens.