Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg

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Das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg war ab dem Jahre 1692 das 9. Kurfürstentum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (Chur-Braunschweig-Lüneburg, auch Chur-Hannover oder Kurhannover genannt).

Herzog Ernst August von Braunschweig-Calenberg (1629 - 1698) wurde nicht zuletzt wegen seiner persönlichen Verdienste im Jahre 1692 zum Kurfürsten erhoben.

Sein Nachfolger war Kurfürst Georg I. Ludwig. Nach dem Tode der Königin Anne Stuart von Großbritannien, die ohne überlebende Nachkommen verstarb, erbte er 1714 die britische Königskrone. Entsprechend dem Settlement Act von 1701 fiel die Krone an das Haus Hannover als nächste protestantische Verwandten.

Im folgte sein Sohn Kurfürst Georg August (Georg II. von Großbritannien), 1683 - 1760, König von Großbritannien und Irland sowie Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg.

Kurfürst Georg August von Hannover gründete im Jahre 1737 die Göttinger Universität.

Auf Georg August folgte Kurfürst Georg III. Wilhelm Friedrich (* 4. Juni 1738 in London, † 29. Januar 1820 in Windsor Castle). Er war ab 1760 König von Großbritannien und Irland und im Heiligen Römischen Reich Kurfürst des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg (ab dem Jahre 1815 dann König im Königreich Hannover).

Bereits 1811 führte sein krankheitsbedingt schlechter Geisteszustand dazu, dass sein ältester Sohn als Regent eingesetzt wurde. Dieser trat im Jahre 1820 als Georg IV. die Thronfolge an.

Als Nachfolgestaat des von Napoleon I. aufgelösten Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg entstand nach dem Wiener Kongress das Königreich Hannover. Napoleon hatte zuvor das Königreich Westphalen geschaffen, das bis zum Jahr 1814 bestand.

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