Kulturpreis Deutsche Sprache

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Kulturpreis Deutsche Sprache

Der Kulturpreis Deutsche Sprache wird seit 2001 in Kassel (Kongresspalais, Blauer Saal) für Verdienste um die deutsche Sprache vergeben. Die Jury hat sich für Kassel als Verleihungsort entschieden, weil von hier aus die Brüder Grimm ihr Wörterbuch der deutschen Sprache entwickelt haben. Deshalb wurde der Hauptteil des Preises nach Jacob Grimm benannt, der sich mehr der Sprachforschung zugewandt hatte, während sein Bruder Wilhelm sich mehr mit der Märchensammlung beschäftigt hat.

Der Kulturpreis Deutsche Sprache besteht aus drei Teilen:

  • dem Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache (dotiert mit 35.000 €), dem höchstdotierten Sprachpreis Deutschlands
  • dem Initiativpreis Deutsche Sprache (5000 €)
  • dem Institutionenpreis Deutsche Sprache (undotiert).

Er wird von der Eberhard-Schöck-Stiftung und vom Verein Deutsche Sprache e.V. verliehen. Die Preise wurden erstmals im Herbst 2001 in Zusammenarbeit mit der Brüder-Grimm-Gesellschaft e.V. und im Einvernehmen mit der Henning-Kaufmann-Stiftung in Kassel vergeben. Über die Preisträger entscheidet eine unabhängige Jury. Sie nimmt begründete Vorschläge für die einzelnen Abteilungen des Preises entgegen. Stichtag ist jeweils der 15. April (Anschrift: Jury Kulturpreis Deutsche Sprache, Prof. Dr. Helmut Glück, Otto-Friedrich-Universität, Deutsche Sprachwissenschaft, 96045 Bamberg).

Der Kulturpreis Deutsche Sprache dient der Erhaltung und kreativen Weiterentwicklung der deutschen Sprache. Er möchte kulturelle und sprachliche Selbstachtung und entsprechendes Selbstbewusstsein in einer demokratischen, offenen und europäisch orientierten Gesellschaft fördern. Er möchte anderen Nationen zeigen, dass die deutsche Sprache in Deutschland geschätzt und geliebt wird, dass sie nicht abgeschrieben ist, dass niemand auf dem Weg zum Deutschen den Umweg über das Englische nehmen muss und dass wir uns für die Zukunft unserer Sprache auch in den internationalen Beziehungen einsetzen werden.

Preisträger

Die bisherigen Preisträger in der oben aufgeführten Reihenfolge der drei Teile:

  • 2001: Rolf Hochhuth, Schriftsteller / Redaktion der Zeitschrift Computer-Bild (Hamburg)
  • 2002: Ludmila Putina (Russland) / Verein für die pädagogische Arbeit mit Zuwandererkindern (Osnabrück) / Gemeinnützige Hertie-Stiftung (Frankfurt am Main)
  • 2003: Prof. Dr. Christian Meier, Wissenschaftler und Publizist / Projekt Deutsch-Mobil / Versandhaus Manufactum
  • 2004: Dr. Vicco von Bülow (Loriot) / Netzwerk Irgendwo in Deutschland / Redaktion der Stuttgarter Zeitung
  • 2005: Prof. Dr. Paul Kirchhoff, Steuerexperte / Landrat Axel Gedaschko (Harburg) / Jugendsender DASDING, Südwestrundfunk

Literatur

Nach jeder Veranstaltung erscheint eine Broschüre „Ansprachen und Reden“ im IfB-Verlag Paderborn (erhältlich auch bei sekretariat@vds-ev.de).


Links


Kontakt

Artikel von Eva-Maria Kieselbach, Kassel

Verein Deutsche Sprache e.V.,

Vorstandsmitglied und Regionalleiterin für den Postleitzahlenbereich 34

E-Mail: info@vds-kassel.de