Krukenburgkirche

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Die Krukenburgkirche (auch: Johanneskirche oder Johanniskapelle) wurde um das Jahr 1120 unter dem Paderborner Bischof Heinrich II. auf dem Krukenberg bei Helmarshausen nach dem Vorbild der Jerusalemer Grabeskirche mit einem kreisförmigen Mittelbau errichtet. Aber nicht nur die Grabeskirche wurde nachempfunden; in der heute verschütteten Krypta unterhalb der Kirche befand sich auch eine Nachbildung des Heiligen Grabes.

1126 wurde die Kirche dem Heiligen Johannes dem Täufer geweiht und wird daher auch "Johanneskapelle" genannt.

Zum Schutz der Kirche wurde etwa 1215 rund um das Gotteshaus eine Befestigungsanlage mit Ringmauer, Bergfried und Wohngebäuden errichtet. Die Burg - im Jahre 1220 erstmals als Krukenburg erwähnt - war zeitweise im Besitz der Paderborner, Kölner und Mainzer Erzbischöfe.

Streit um die Krukenburg

Um 1120 ließ der Paderborner Bischof Heinrich II., Graf von Werl, auf dem Krukenberg eine Kirche nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem errichten, die Johanneskapelle. Man geht davon aus, dass in heidnischer Zeit an selber Stelle schonmal eine hölzernde Kapelle stand.

Die Kirche bildet einen kreuzförmigen Grundriss mit einem kreisförmigen Mittelbau. Hier befindet sich auch die verschüttete Krypta. Zum Schutz der Kirche wurde 1215 die Befestigungsanlage mit Ringmauer, Bergfried und Wohngebäuden gebaut. Im Streit um die Burg kam sie zeitweise in Paderborner, Kölner und Mainzer Besitz. Als 1538 das Helmarshäuser Kloster aufgelöst wurde, verlor auch die Krukenburg an Bedeutung und zerfiel im Laufe der Jahre. 1968 wurde der Bergfried zu einem Aussichtsturm ausgebaut.

Die Krypta unter der Krukenburgkirche

Zu sehen ist nichts. Gras ist über die Sache gewachsen, im wahrsten Sinne des Wortes. Und doch gibt es dort unten etwas. Einen Raum, versteckt, verschüttet. Einen Raum aus vergangener Zeit.

Die Krypta unter der vor 900 Jahren errichteten Kapelle der Krukenburg - lange hat man überlegt, sie freizulegen, zugänglich zu machen für Besucher. Und hat sich doch dagegen entschieden. Zu kostenaufwändig sei das Vorhaben, man sorgte sich um die historische Bausubstanz. Also ruht sie weiter unter dem Gras zu Füßen von tausenden Besuchern, die im Jahr hier drüberschlendern, sich an der beeindruckenden Ruine erfreuen und den herrlichen Blick vom Bergfried aus übers Diemeltal genießen.

"Die Krypta stammt ganz aus den Anfängen, es kann sein, dass sie älter ist als die Kapelle selbst", sagt Marlene Schütze. Schütze ist Hüterin der Helmershäuser Krukenburg. Von April bis Oktober sitzt die 69-Jährige in einem Häuschen am Eingang, lässt Besucher hinein und zeigt ihnen alles. Den zerfallenen Kirchenbau, den 33 Meter hohen Turm, die Überbleibsel der beiden Wohnhäuser. Sie weiß bestens Bescheid. "Hier", sagt sie und zeigt auf ein Schild, das an den Resten des runden Mittelbaus der Kirche prangt, genau dort, wo die unterirdische Kammer sich befindet. Ein Foto gewährt Einblick ins Verborgene: Die Krypta (griechisch: Die Verborgene), bei Grabungen von 1934 bis 1939 freigelegt, ist ein rechteckiger Raum und war über zwei Treppen zugänglich. Sie ist eine Nachbildung des Jerusalemer Felsengrabes Christi. Einmal frei gelegt und sich für ein Foto präsentierend, wurde die Kammer bald wieder zugeschüttet. Bis heute ruht sie im Dunkeln.

Quelle: HNA vom 27.4.2007, Artikel von Kathrin Lerner

siehe auch

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