Kreuzkirche

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Luftbild mit Blick auf Kreuzkirche und Luisenschule

Sie ist ein Blickfang im Vorderen Westen: die Kreuzkirche. Am 7. November 1906 wurde sie für 12000 Menschen geweiht, heute (2006) gehören der Gemeinde 2720 Mitglieder an.

Nach starken Zerstörungen im Zweiten Weltkreig wurde die Kirche im Jahre 1959 in modernem Stil wieder aufgebaut und die Fundamente wieder verwendet.

Bauwerk

Der schlanke Kirchturm der Kreuzkirche und die große Kuppel stehen in einem reizvollen Kontrast. Nicht nur äußerlich, auch inhaltlich vereint das Gotteshaus an der Luisenstraße scheinbar Gegensätzliches mühelos. Weltmusik und klassische Kantorei, Seniorenarbeit und Jugendkulturkirche - hier hat alles seinen Platz. Dabei hat die Kreuzkirche eine lange Tradition: 2006 wird sie 100 Jahre alt.

Die alte Kreuzkirche, 1904 bis 1906 im Murhardgarten an der Luisenstraße erbaut, hatte wenig mit dem himmelwärts strebenden romanischen und gotischen Kirchenbauten gemein. Das im neobarocken Stil gehaltene Gotteshaus, das ein großes Kreuz mit einer Nachbildung des Christuskopfes von Albrecht Dürer trug, entsprach damit nicht den gängigen Vorstellungen. Es wurde gebaut, weil die Karlskirche für die stark angewachsene Gemeinde nicht mehr ausreichte. Bis 1930 war die Kreuzkirche dem Mutterhaus am Karlsplatz angegliedert.

Bei dem schweren Bombenangriff des 22. Oktober 1943 wurde die Kuppel zerstört. Sie stürzte in den Kirchenraum. Der Wiederaufbau nach dem Krieg ließ auf sich warten. Eine Zeit lang war auch fraglich, ob an dieser Stelle überhaupt wieder ein Kirchenbau errichtet werden soll. Das änderte sich erst, als der Münchener Kirchenbaumeister Gsaenger, begeistert von der Lage und den steinernen Fundamenten, seine Wiederaufbaupläne vorlegt. 1959 wurde die Kirche dann in modernem Stil wieder aufgebaut. Da die Fundamente wiederverwendet wurden, blieb auch die außergewöhnliche Form des Rundbaus erhalten. Der hohe quadratische Turm ist von allen Seiten gut sichtbar.

Die neue Kirche war für 8000 Menschen gedacht. In den 1970er-Jahren sank die Zahl der Gemeindemitglieder auf 4000. Aus ehemals zwei Pfarrstellen ist eine geworden.

Kirchengemeinde

Zur Gemeinde gehört eine integrative Kindertagesstätte, deren Arbeit hohe Anerkennung findet. Weitere Schwerpunkte sind die Seniorenarbeit und die Kantorei sowie die Weltmusikkonzerte, die seit einigen Jahren mit großem Erfolg in der Kirche stattfinden. Und natürlich der Ausbau zur Jugendkulturkirche.

siehe auch