Konsum- und Sparverein Cassel und Umgebung

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Brauhandwerk, Hochwasser und Gefängnismauern. Das sind die prägenden Elemente der Kasseler Hafenstraße. Hier fanden sich einst auch zahlreiche Gebäude des „Konsum- und Sparvereins Cassel und Umgebung“.

Zwischen Leipziger Straße und Fuldahafen befand sich nicht nur das Gelände der ehemaligen Herkules-Brauerei (später Binding-Brauerei). In der Hafenstraße 76 vereinte die eingetragene Genossenschaft mit dem Namen „Konsum- und Sparverein Cassel und Umgebung“ nicht weniger unter einem Dach als eine Dampfbäckerei, eine Konditorei, eine Schlachterei, eine Limonadenfabrik, eine Bierabfüllerei mit 48 Warenabgabestellen in Stadt und Land sowie eine eigene Sparkasse und Sterbekasse für 20 000 Mitglieder.

Aber „die Erlaubnis zum unbeschränkten Kleinhandel mit Spirituosen in versiegelten und verkapselten Flaschen“ für ihre Mitglieder verweigerte die Stadt der Genossenschaft anno 1929. Schlechte Zeiten für durstige Gesellen.