Konrad von Thüringen

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Konrad von Thüringen war der jüngste Sohn des Landgrafen Hermann I. von Thüringen.

Zu Beginn seiner Regentschaft wird im Jahre 1231 die Stadt Wolfhagen erstmals als landgräfliche kleinere Stadt erwähnt. Die Ersternennung von Wolfhagen erfolgte nach derzeitigem Forschungsstand am 13. August 1231 in der ersten Urkunde, die Konrad als selbständiger Landgraf ausstellte. Während Konrad in Hessen herrschte, regierte sein Bruder Heinrich Raspe in Thüringen und Sachsen.

Geschichte

Konrads älterer Bruder, Ludwig IV. war mit der später heilig gesprochenen Elisabeth von Thüringen verheiratet. Der 800. Geburtstag der heiligen Elisabeth im Jahre 2007 wurde auch in Wolfhagen gefeiert, unter anderem mit der Wanderausstellung "Krone, Brot und Rosen" und dem Elisabethfest am 26. August 2007.

Nach dem Tod von Ludwig im Jahre 1227, der auf einem Kreuzzug im italienischen Otranto verstarb, übernahm zunächst der zweite Bruder Heinrich Raspe die Regentschaft. Konrad übte als Graf von Gudensberg von 1231 bis 1234 die Herrschaft über den hessischen Teil der Landgrafschaft Thüringen aus und führte bis 1233 verschiedene Feldzüge gegen den Erzbischof Siegfried III. von Mainz. Auch durch Bündnisse mit anderen hessischen Grafen versuchte er die Macht des Erzbistums Mainz einzudämmen. So bestanden etwa Schutz- und Trutzbündnisse mit den Grafen von Battenberg oder von Ziegenhain.

Im Jahre 1232 eroberte Konrad die damals mainzische Stadt Fritzlar. Die Stadt wurde dabei zerstört und die Stiftskirche St. Peter geplündert und verwüstet. In späteren Jahren setzte sich Konrad - zeitweilig mit dem päpstlichen Bann belegt - für den Wiederaufbau der Stiftskirche ein.

Konrad von Thüringen war der 1. Hochmeister des Deutschen Ordens. In der Spalatin-Chronik – einer um das Jahr 1520 im Auftrag des kursächsischen Hofes geschriebenen und von der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. illustrierten Handschrift – findet sich zu ihm folgender Eintrag:

Diser herr Cůnradt ist gewest der Erst hohmaÿster des Tewschen Ordenns in Prewssenn. vnnd ein Lanntgraff in Důringn vnnd Hessen. Lantgraůen Hermans Sůn. vnd des hailigenn Lanntgraůen Ludwigs vnd des Romischen konigk Hainrichs brůder. Vnnd hat ein zeit Lang das Regiment mit sambt seinem brůder gehabt.

Literatur

  • Sven-Hinrich Siemers, Landgraf Konrads Burg?, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2009, S. 33 ff.

siehe auch

Weblinks