Kolpingstraße

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Die Kolpingstraße im Stadtteil Forstfeld war vor 1945 die Hackmackstraße. Hans Hackmack wurde in Mexiko geboren, war Kampfflieger im ersten Weltkrieg und erwarb sich Verdienste bei der Entwicklung von Segelflugzeugen. 1928 stürzte er als Pilot der Lufthansa mit einer Messerschmidt-Maschine ab.

Heute liegt an der Kolpingstraße die katholische Kirche, und so macht der Name auch Sinn. Adolph Kolping (1813-1865) war ein Sozialreformer der ersten Stunde. Er kommt aus kleinen Verhältnissen, wird Schuhmacher und wandert von Ort zu Ort. Als 23-jährigem wird ihm ein Stipendium angeboten, er studiert Theologie in München und wird 1854 zum Priester geweiht. Er schafft für die wandernden Gesellen Gesellenvereine und Hospize, um den durch die Einführung der Gewerbefreiheit entstandenen Problemen entgegenzuwirken.

Am Ende seines Lebens 1865 gab es bereits 420 örtliche Gruppen, die Zehntausende von jungen Handwerksgesellen darin bestärkten, mehr aus sich zu machen. Selbsthilfeeinrichtungen wie z. B. Spar- und Krankenkassen sind dabei behilflich. Weil er sich als Seelsorger um Arbeiter und Handwerker kümmerte, hatte er mit vielen Klerikern Probleme, die meinten, er gäbe sich mit dem falschen Publikum ab.