Kloster Volkhardinghausen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kruzifix im Altarraum der Landauer Kirche aus dem ehenaligen Kloster Volkhardinghausen

In Volkhardinghausen (heute ein Stadtteil von Bad Arolsen) entstand im Mittelalter schon vor 1221 zunächst ein Kloster der Augustinerinnen, bevor im Jahre 1465 Augustiner-Chorherren das Kloster übernahmen.

Ehemaliges Kloster

Bestandteile des Klosters waren die ehemalige Stiftskirche, eine eigene Ziegelei und ein Sägewerk.

Von der Klosterkirche ist ein Kruzifix erhalten geblieben, das im Jahre 1492 in der Franziskanerwerkstatt in Meitersdorf geschnitzt wurde und sich heute in der Kirche in Landau befindet.

Von dem Klostergebäude selbst ist noch ein spätgotisches Gebäude mit Staffelgiebel, das einen restaurierten Rest des Kreuzganges in sich birgt, vorhanden. Der erhaltene Teil des ehemaligen Kreuzgangs wird heute von der evangelischen Kirchengemeinde Bad Arolsen - Landau, zu der Volkhardinghausen kirchlich gehört, als "Klosterkapelle" für Gottesdienste und Trauerfeiern genutzt.

Der Klosterteich unterhalb der Klosterkapelle diente früher den Mönchen zur Fischzucht und wird auch heute noch als Fischteich genutzt.

Geschichte

Das Kloster wurde vor 1171 von der Reichsabtei Corvey gegründet.

Es wurde zunächst mit Augustiner-Nonnen und ab 1465 mit Augustiner-Chorherren besetzt.

Im Jahre 1567 wurde das Kloster in Volkhardinghausen aufgehoben. Bereits 1525 wurde die Grafschaft Waldeck im Zuge der Reformation protestantisch. Aus dem Kloster wurde eine gräfliche Meierei.

Bereits im Jahre 1526 hatte im ehemaligen Stift die Volkhardinghäuser Synode stattgefunden.

Die gesamte Klosteranlage mit der Kirche wude bis auf ein Wohngebäude und einen Rest des Kreuzgangs (heutiger Kirchenraum) abgebrochen und das Klostergut im 17. Jahrhundert an Siedler aufgeteilt.

Hunderte Handschriften und Drucke aus dem ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift Volkhardinghausen bildeten den Grundstock für die „Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek“, die in 1840 in Schloss Arolsen errichtet wurde.

siehe auch

Weblinks