Kloster Spieskappel

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Klosterkirche Spieskappel

Der Ort Frielendorf war durch seine Lage an einer hochmittelalterlichen Handels- und Verkehrsstraße schon früh als Marktfleck für die Umgebung von Bedeutung. In einer Urkunde von 1197 wird der Ortsteil Spieskappel als "Cappel" erstmals erwähnt. In der Urkunde bestätigt Papst Coelestin III. den Besitz des Klosters Spieskappel am Ort.

Von dem einstigen Prämonstratenser-Kloster in Spieskappel (von ca. 1130/43 bis 1527) ist nur noch die dreischiffige Klosterkirche St. Johannes, eine Basilika aus dem 12. Jahrhundert, erhalten geblieben (im Jahre 1255 geweiht).

Der ursprünglich romanische Westturm der Basilika und heutigen Dorfkirche St. Johannes wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch einen spätgotischen quadratischen Turm ersetzt (die Turmhalle mit Sterngewölbe stammt aus dem Jahr 1505).

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erhielt die Kirche eine Rokoko-Orgel aus der Werkstatt des Bad Hersfelder Orgelbauers Johannes Schlottmann.

Glocken

Die Glocken

Der Turm beherbergt ein vierstimmiges Glockengeläut in der Tonfolge d'-f'-g'-b'. Die drei größten Glocken hängen in einem Holzglockenstuhl, die kleinste in einem separaten Glockenstuhl aus Stahl. In den beiden Weltkriegen sind die Glocken von 1914 und 1922 zu Rüstungszwecken eingeschmolzen worden. Die kleinste Glocke (Nr. 4) wurde anlässlich der 700 jährigen Kirchweihe angeschafft. Auf Glocke 1 wirkt ein mechanisches Schlagwerk für den halbstündlichen Uhrschlag.

Nr. Schlagton Gussjahr Gießer Inschrift/Zier Material
1 d' 1953 A. Junker, Brilon KOMMET, DENN ES IST ALLES BEREIT, HÖRET MEIN WORT + + +

DIE KIRCHENGEMEINDE SPIESKAPPEL LIESS

DIESE GLOCKEN GIESSEN, NACHDEM DIE ALTEN

1914 VON KATHARINA RÖMER GESCHENKT UND

1922 VON HEINRICH KOHL NEU GESTIFTET

IN DEN KRIEGEN VERLOREN GINGEN.

+ + HEILIG, HEILIG, HEILIG IST DER HERR ZEBAOTH + ALLE LANDE SIND SEINER EHRE VOLL + +

A. JUNKER, BRILON 1953.

Briloner Sonderbronze
2 f' 1953 A. Junker, Brilon + + MEINE ZEIT STEHT IN DEINEN HÄNDEN + + +

1914 - 1922 - 1953

+ VOM AUFGANG DER SONNE BIS ZU IHREM NIEDERGANG SEI GELOBT DER NAME DES HERRN +

A. JUNKER, BRILON 1953.

Briloner Sonderbronze
3 g' 1698 Johannes Ulrich, Hersfeld CONVOCET AD CULTUM SACRUM CAMPANA SONORA HAEC POPULUM SPARSUM CORDA MOVETO DEUS

IOHANNES ULRICH VON HERSFELT GOS MICH ANNO 1698·

außerdem: Wappen des Landgrafen Karl von Hessen mit den Buchstaben C L Z H (Carl Landgraf zu Hessen)

Bronze
4 b' 1955 Gebr. Bachert, Karlsruhe HERR, ICH HABE LIEB DIE STÄTTE DEINES HAUSES UND DEN ORT, DA DEINE EHRE WOHNET +

ZUR 700 JÄHRIGEN KIRCHWEIH

DER JOHANNESKIRCHE SPIESCAPPEL

AM 29. AUGUST 1955

GOSSEN MICH

GEBRÜDER BACHERT, KARLSRUHE.

+ HALLELUJA + LOBET DEN HERRN IN SEINEM HEILIGTUM + ALLES, WAS ODEM HAT, LOBE DEN HERRN + HALLELUJA +

Bronze

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