Kloster Marienhof

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Am Schulplatz in Immenhausen stand einst der im Jahre 1461 begründete Mergenhof, aus dem sich um 1489 das Kloster Marienhof, ein Augustinerinnenkloster entwickelte.

Das Kloster wurde 1537 säkularisiert und das Gebäude 1631 durch einen Kriegsbrand vernichtet.

Geschichte

Nachdem eine land­gräf­liche Beginen-Einrich­tung für unver­hei­ratete adlige Damen am Ort entstanden war, erhielten die Schwes­tern vom »Mergen­hof« (Marien­hof) im Jahre 1462 die Erlaub­nis, eine eigene Kapelle zu bauen und einen Fried­hof anzu­legen.

Im Mergen­hof ist dann offenbar unter seinem ersten Seel­sorger (Pater Bertold Ols­husen) ein Kloster nach den Augus­tiner-Regeln entstanden, das 1489 dem Kloster Merxhausen unter­stellt wurde und über die Reformation hinaus bestand. Erst 1537 zogen die letzten Schwestern nach Merx­hausen.

Gutenberg-Bibel

Die Immenhäuser Gutenbergbibel (in der Universitätsbibliothek Kassel) enthält das "Alte Testament". Sie gehörte ursprünglich einem Mainzer Karmeliterkloster, später dem Marienhof und schließlich der Kirchengemeinde in Immenhausen. Handschriftlichen Randnotizen des Reformators Bartholomäus Riseberg, der auch in Immenhausen wirkte, bieten wichtige Informationen zum Wirken des Theologen und Lutheranhängers in Nordhessen.

siehe auch