Kloster Hasungen

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Museum Kloster Hasungen

Das ehemalige Kloster Hasungen in Burghasungen bei Zierenberg war ein Benediktinerkloster auf dem Hasunger Berg, eines der reichsten und schönsten Klöster in Niederhessen.

Im Dorfgemeinschaftshaus von Burghasungen wurde zunächst eine Außenstelle des Regionalmuseums Wolfhagen eingerichtet, wo die Spuren des einst wichtigen Klosters Hasungen in anschaulicher Weise präsentiert wurden. Diese Außenstelle wurde inzwischen abgelöst. Am 7. Oktober 2012 wurde das Museum Kloster Hasungen nach dreijähriger Bauzeit eingeweiht.[1]

Geschichte

Anlaß zur Gründung des Stifts Hasungen und des späteren Klosters war das Grab des heiligen Heimerad, der auf dem Berg wirkte. Nach seinem Tod entwickelte sich im Mittelalter ein bekannter Wallfahrtsort. Hier ließ Erzbischof Siegfried I. von Mainz neben dem Grab ein Kanonikerstift gründen und eine Kirche erbauen, die im Jahre 1074 eingeweiht wurde. Später entstand aus dem Stift das ehemalige Benediktinerkloster.

Schon nach dem Tod Heimerads 1019 war eine Kapelle auf seinem Grab errichtet worden. Lampert von Hersfeld stand dem Kloster im Jahre 1077 als erster Abt vor.

Im Jahre 1505 trat das Kloster Hasungen der Bursfelder Kongregation bei. Wenige Jahre später wurde das Kloster im Zuge der Reformation im Jahre 1527 aufgehoben und die Mönche abgefunden.

Noch bis zum Jahre 1896 blieben die Reste eines Turms des ehemaligen Klosters erhalten, woran heute noch Fundamentreste auf dem Hasunger Berg erinnern.

Klostermuseum

Der Neubau des Klostermuseums ist das zentrale Projekt der Dorferneuerung in Burghasungen. Der Bau stand jedoch unter keinem guten Stern. So hatte die Ausführung viel mehr Geld verschlungen, als der Architekt berechnet hatte. Daher blieb nicht mehr viel Geld für andere Projekte der Dorferneuerung übrog. Die Kosten des Neubaus belaufen sich auf 450.000 Euro. Ein Viertel der Kosten hat die Stadt Zierenberg übernommen. Die restlichen drei Viertel wurden aus Landesmitteln bestritten.

Außerdem übernahmen die Sparkassenstiftung sowie der Hessische Museumsverband die Kosten für die Inneneinrichtung.[2]

Ergänzend zum Museum wurde ein Eco-Pfad, also ein Lehr- und Wanderpfad eingerichtet. Sein Name: Eco-Pfad Kloster Hasungen. Der Weg ist 2,5 Kilometer lang. Er führt vom Klostermuseum in der Ortsmitte zur Burghasunger Kirche. Weiter geht es zum Gelände auf dem Berg, wo nur noch spärliche Reste an das einst so bedeutende Kloster erinnern. Vorbei am Teich geht es weiter über den Eselsfad zur Bergbühne, die aus Steinen des Klosters gebaut wurde, zu einem Steinbruch aus dem das Buntsandstein-Material für den Klosterbau stammte. Von dort aus geht es an dem zum ehemaligen Kloster gehörigen Hof vorbei wieder zurück zum Klostermuseum.[3]

Literatur

Museum Wolfhager Land: Im Dorfgemeinschaftshaus von Burghasungen wurde zunächst eine Außenstelle des Regionalmuseums Wolfhagen eingerichtet, wo die Spuren des einst wichtigen Klosters Hasungen in anschaulicher Weise präsentiert wurden. Diese Außenstelle wurde inzwischen abgelöst. Am 7. Oktober 2012 wurde das Museum Kloster Hasungen nach dreijähriger Bauzeit eingeweiht.
  • Karl Hassenpflug, Kloster Hasungen, in: Heimatjahrbuch für das Wolfhager Land 1, 1958
  • Georg Hildebrand, Das Kloster Hasungen in der Reichs- und Landesgeschichte, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 1975, S. 107 ff.
  • Gerhard Seib, 925 Jahre Kloster Hasungen, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2001, S. 113 f.
  • Volker Knöppel, Der Hasunger Berg – Überlegungen zur Christianisierung des Wolfhager Landes, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2002, S. 107 ff.
  • Wolfgang Halfar, Landgraf Konrad schenkt dem Kloster Hasungen einen Bauplatz in Wolfhagen, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2008, S. 148 ff.

siehe auch

Wussten Sie schon ...

... dass im Jahre 1170 Bischof Adalbert von Mainz die hohen Einkommen der Kirche Ehlen nebst den Archidiakonsrechten komplett an das Kloster Hasungen übergab.

Dieser Vorgang hatte einen langwierigen Streit zwischen dem Archidiakonspriester und dem Kloster zur Folge.

Kurt Jordan, Geschichts- und Heimatverein Habichtswald

Weblinks und Quellen

  1. Aus HNA.de vom 7. Oktober 2012: Museum Kloster Hasungen nach dreijähriger Bauzeit eingeweiht
  2. Aus HNA.de vom 24. August 2012: Das Museum ist bald fertig - Eröffnungsfeier am 6. Oktober
  3. [ http://www.hna.de/nachrichten/kreis-kassel/wolfhagen/moenchen-spur-1384481.html Aus HNA.der vom 30. August 2011: Den Mönchen auf der Spur]