Klaus Stern

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(* 1969 in Schwalmstadt-Ziegenhain in Nordhessen) ist ein junger deutscher Dokumentarfilmer und Filmemacher.

Leben

Zunächst absolvierte er eine Ausbildung zum Briefträger. Danach studierte er Wirtschaftspädagogik und Politik an der Universität Kassel und legte zudem einen Abschluss als Diplomhandelslehrer ab. Seit 1999 begann er autodidaktisch eigenständige Dokumentarfilme zur neueren deutsche Geschichte und aktuellen Themen zu drehen.

Werk

Zu seinen bevorzugten Themen gehören Personen, Geschichten, die exemplarisch für gesellschaftliche Brüche stehen.

Seine erste Dokumentation war der 1999 viel beachtete Film über den 1975 entführten Berliner Landesvorsitzender der CDU von Westberlin, den Politiker Peter Lorenz mit dem Titel Der Austausch –Die vergessene Entführung des Peter Lorenz. 2005 wurde sein Dokumentarfilm Weltmarktführer - Die Geschichte des Tan Siekmann, eine Auftragsarbeit für das ZDF, mit dem höchsten deutschen Dokumentarfilmpreis, dem Herbert Quandt Medien-Preis der Johanna Quandt-Stiftung ausgezeichnet.

Dieser Film erzählt vom Aufstieg und Fall des New Economy Unternehmens Biodata AG, die zweifelhafte Sicherheitstechnik entwickelte, als Star der Internetunternehmen hochgejubelt wurde und letzlich von den Anlegern und den Marklern mit großem finanziellem Schaden fallen gelassen wurde.

Durch die Dokumentarfilme Klaus Sterns werden die partiellen Informationen der Medien, in Schlagzeiten, und in Artikel , die nie den ganzen Sachzusammenhalt darstellen können von ihm recherchiert, zusammengefasst und in geordneter Reihenfolge filmisch aufgearbeitet.

Daher lautet sein Anspruch für seine Filme „…gute Filme müssen immer eine Dialektik haben, die dem Zuschauer das Denken nicht abnimmt“. Seine Themen findet er in den aktuellen Medien und zugleich wird er durch das Lesen von Zeitungsartikeln inspiriert.

Klaus Stern lebt und arbeitet in Kassel.

Der Film „Versicherungsvertreter - Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker“ hatte am 19. Oktober 2011 beim Internationalen Dokumentarfilmfestival in Leipzig Premiere.[1] In Hamburger Hotel Atlantic erhielt der Kasseler Regisseur im Oktober 2012 für seine Doku über den Unternehmer Mehmet Göker den mit 15.000 Euro dotierten Helmut-Schmidt-Journalistenpreis.[2]

Beim Münchner Dokumentarfilmfest hatte der Film Versicherungsvertreter 2 seine Weltpremiere am 10. Mai 2015.

Filmographie

  • Der Austausch –Die vergessene Entführung des Peter Lorenz
  • Die Geschichte des Peter Pompetzi
  • Andreas Bader- Der Staatsfeind
  • Weltmarktführer- Die Geschichte des Tan Siekmann
  • Luxusresort Beberbeck in Hofgeismar (Arbeitstitel) [3]
  • Versicherungsvertreter - Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker
  • Versicherungsvertreter 2

Filmfeste

  • Kassler Dokumentarfilmfest 2004

Auszeichnungen

  • Nominierung für den Grimme– Preis
  • Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis
  • Deutscher Fernsehpreis für Andres Bader- Der Staatsfeind 2003
  • Herbert- Quandt- Preis für Weltmarktführer 2005
  • Helmut-Schmidt-Journalistenpreis 2012

Video: Göker-Film von Klaus Stern: Der Trailer zu "Versicherungsvertreter"

Literatur

  • Vgl. Hessisch Niedersächsische Allgemeine vom 16. März 2006, Kultur, KS-KU2, von Bettina Fraschke, Kulturredakteurin in Kassel


Weblinks und Quellen

  1. Aus HNA.de vom 19. Oktober 2011: Göker kommt ins Kino
  2. Aus HNA.de vom 29. Oktober 2012: Helmut Schmidt ehrt Klaus Sterns Göker-Film
  3. Die Web-Seiten zu Sterns Filmen