Klaus Barbie

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Klaus Barbie wurde 1913 geboren und wuchs in Trier auf. Nach dem Abitur trat er 1934 in die SS ein und machte eine steile Nazi-Karriere.


Klaus Barbie in Zivil auf seinem offiziellen SS-Foto
Klaus Barbie während seines Prozesses 1987 in Lyon

Brutaler Gestapo-Chef

Nach dem Einmarsch deutscher Truppen ging Barbie als Chef der Gestapo im französischen Lyon mit unglaublicher Grausamkeit gegen politische Gegner vor. Im zweiten Stock eines Hotels ließ er auch Kinder, Frauen und Priester foltern. Zahlreiche Verbrechen wurden ihm zur Last gelegt, darunter der Foltertod des Resistance-Führers Jean Moulin, das Massaker in St. Genis-Laval, die Verantwortung für die Deportation von 44 Kindern eines Waisenhauses ins KZ sowie zahllose Erschießungen. Überlebende erinnerten sich, dass der Gestapo-Mann selbst bei Folterorgien immerzu lächelte.In Frankreich wurde Barbie in den 50er-Jahren mehrfach zum Tod verurteilt. Da war er mithilfe von US-Geheimdiensten längst in Südamerika, wo er später als Folterberater und Waffenhändler vor allem in Bolivien tätig war.

Über 40 Jahre nach seinen Gräueltaten kam er in Frankreich doch noch selbst vor Gericht. Urteil 1987: Lebenslang wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Barbie starb 1991 im Gefängnis an Krebs.

Barbie und Kassel

Im Raum Kassel hatte Barbies Frau Regine verwandschaftliche Verbindungen - nach Kaufungen und zum Hofgut Ellenbach in Sandershausen. Auch sie lebte nach Kriegsende zeitweise dort. Sohn Klaus-Jörg wurde Ende 1946 in einer Harleshäuser Entbindungsklinik geboren. Der berüchtigte Gestapo-Chef von Lyon, Klaus Barbie, überfiel am 19. April 1946 eine Familie in Kassels Parkstraße. Barbie versuchte damals, in der Region abgetauchte Nazis um sich zu scharen. Bei dem Überfall erbeutete Barbie mit zwei Kumpanen Schmuck. [1]

Siehe auch


Quellen und Links

  1. Aus HNA vom 19. April 2011: Barbies Brillanten-Beutezug