Klaus Angermann

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Das documenta-Lexikon
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Klaus Angermann wurde zum Geschäftsführer der Kasseler documenta 8 gewählt.[1]

Rücktritt vom Amt

Mit dem Abschluß des Geschäftsberichtes 1987 hat Klaus Angermann sein Amt als Geschäftsführer der documenta im Sommer 1988 zur Verfügung gestellt. Der damalige Oberbürgermeister Hans Eichel gab diesen seit längerem erwarteten Schritt im Anschluß an die Sitzung des documenta-Aufsichtsrates bekannt.

Kosten waren zu hoch

Der Aufsichtsrat hatte zuvor den Jahresabschluß 1987 mit einer Bilanzsumme von 1,3 Millionen DM festgestellt und den Geschäftsführer entlastet. Gleichzeitig hatte der Aufsichtsrat die Kostenüberschreitungen der documenta 8 in einer Höhe „von nahezu 1 Mill. DM“ mißbilligt und einhellig die Auffassung vertreten, „daß die Ursachen für die Kostenüberschreitung im Bereich der künstlerischen Leitung und der Architektur entstanden sind“.

Sowohl Eichel als auch Dr. Rolf Lettmann unterstrichen als die Vertreter der Stadt und des Landes im Aufsichtsrat, daß keine Schuldzuweisungen vorgenommen werden sollten. Daher werde auch an keiner Stelle von schuldhaften Kostenüberschreitungen gesprochen. Es gelte aber, so Eichel, aus den Erfahrungen Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen. Daher habe man vereinbart, daß das Auftragsvergaberecht künftig beim Geschäftsführer liege; nennenswerte Uberschreitungen der vorher festgelegten Einzelpositionen habe er gegenzuzeichnen.


Eichel bedauerte, dass durch den Rücktritt von Angermann die angestrebte Kontinuität in der Geschäftsführung nicht bewahrt werden konnte. Angermann, der fünf Jahre zuvor die documenta-Geschäftsführung neben seinem Amt als Leitender Magistratsdirektor im Hauptamt des Rathauses übernahm, hat seinen Rücktritt nach Eichels Worten bereits zu Beginn des Jahres angekündigt. Er werde bis zur Einstellung seines Nachfolgers die Geschäfte weiterführen.[2]


Weblinks und Quellen

  1. Angermann im documenta Archiv
  2. Aud der HNA vom 1. Juli 1988: "Aufsichtsrat missbilligt Defizit" - aus Schwarze Kunst auf dirkschwarze.net