Kirche in Gensungen

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Die ev. Kirche in Gensungen

Die evangelische Kirche in Gensungen, die Gensunger Himmelskirche, wurde in ihrer heutigen Form im Jahr 1824 als klassizistische Saalkirche mit dreiseitiger Empore errichtet.

Der mächtige Wehrturm der Kirche wurde um 1400 erbaut.

Bauwerk

Der mächtige, spätgotische Kirchturm erinnert an die Zeit, als er auch als Wehrturm diente.

Im Kircheninnern fallen Deckenspiegel aus drei kreisrunden Gemälden (Sonne, Mond, Stern) auf, die der Kirche ihren Namen ("Himmelskirche von Gensungen") gaben, weiterhin Glasmalerei aus dem 16. Jahrhundert (Apostel Petrus).

Geschichte

Gensungen wird um das Jahr 802 erstmals als "Gensingen" erwähnt. Eine weitere Erwähnung des Ortes als "Geinsingen" findet im Jahr 1253 statt.

Überragt wird der Ort von dem Bergkegel des Heiligenbergs, auf dem im 12. Jahrhundert der Erzbischof Konrad von Mainz eine Trutzburg errichtete, die im 13. Jahrhundert (zuletzt 1273) von den hessischen Landgrafen erobert und zerstört wurde.

Glocken

Im Turm befindet sich ein fünfstimmiges Bronzeglockengeläut. Eine sechste Glocke, ebenfalls aus Bronze, steht vor der Kirche. Sie kann nicht mehr geläutet werden, da sie einige Haarrisse hat.

Nr. Schlagton Gussjahr Gießer Name
1 f' 1587 Marten Hase/Diterich Reinhart, Kassel Beteglocke
2 g' 1972 Rincker, Sinn/Hessen -
3 a' 1972 Rincker, Sinn/Hessen -
4 c" 1972 Rincker, Sinn/Hessen -
5 fis" 16. Jahrhundert nicht bekannt Angelusglocke
6 fis' 1501 Hen(rico) Kortrog zu Homberg -

Für das Hauptläuten zu den Gottesdiensten werden nur die Glocken 1-4 verwendet. Die kleine Angelusglocke (Glocke 5) läutet zum Vater Unser. Täglich um 7:00, 12:00 und 18:00 Uhr läutet Glocke 4. Im Anschluss ertönen 3x3 Gebetsschläge von der Beteglocke (Glocke 1). Sie wird auch als Stundenschlagglocke genutzt.

Weblinks