Kirche in Escherode

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Die Kirche in Escherode gehört zur ev.-luth. Dreieinigkeits-Kirchengemeinde Escherode-Nieste im Kirchenkreis Münden.

Geschichte

Bereits in einer Urkunde von 1425 wird eine Kirche in Escherode erwähnt.

Der mächtige Kirchturm gehörte offenbar zu einer Vorgänger-Kapelle. Der aus behauenen Sandsteinquadern aufgebaute Turm stammt offenbar als alter Zeit (900-1000) und diente wahrscheinlich früher als Wehrturm. Später wurde das Kirchenschiff angebaut.

In der nördlichen Gewölbekappe befinden sich Spuren gotischer Fresken, darunter eine Heiligenfigur aus der Zeit zwischen 1400 und 1450 datiert wird. Auch im Langhaus sind Reste ornamentaler Fresken zu sehen.

Das älteste Kirchenbuch von Escherode, Nieste, Nienhagen und Dahlheim entstammt aus dem Jahre 1642.

Im Innern der Kirche

Sehenswert ist im Innern der Kirche die Altarrückwand mit Schnitzwerk von Meister Böhrmann aus Münden und Gemälden von Johann Daniel Sarrazin zur Blume aus dem Jahre 1686.

Von ihm stammt auch das Kreuzigungsbildnis in der Marienkirche in Gimte.

Auf dem Altarbild wird die Kreuzigung Jesu dargestellt. Vermutlich haben Bewohner aus dem Dorf vor 300 Jahren dem Maler Sarrazin Modell gestanden.

Ganz rechts ist vermutlich der Maler selbst dargestellt, der sich damit als Zeuge des Kreuzesgeschehens versteht.

Orgel

Am 11. August 1999 erhielt die Orgelbaufirma Werner Bosch in Niestetal-Sandershausen den Auftrag, eine neue Orgel für die Kirche zu bauen. Ihr Registeraufbau wurde der Disposition des Orgelbauers Johann Wilhelm Schmerbach d. Ä. nachgebaut, der die ehemalige Orgel der Kirche im Jahre 1777 geschaffen hatte.

siehe auch

Weblinks