Kirche Welleringhausen

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Die Kirche in Welleringhausen gilt als ein besonderes Beispiel der für den Waldecker Raum charakteristischen einschiffigen romanischen Uplandkirchen.

Geschichte

Die Kirche gehört zu den kleinsten der Dorfkirchen im Waldecker Raum und entstand vermutlich im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts. Sie wurde erstmals im Jahre 1351 erwähnt.

Seit 1969 gehört die Kirchengemeinde zum Kirchspiel Usseln.

Schießscharten im Turm

Die Abrahamskirche in Welleringhausen wurde als Wehrkirche gebaut

Urkundlich erwähnt wird die Kirche erstmalig 1351. Als Bauzeit angenommen wird das letzte Viertel des zwölften Jahrhunderts. Es heißt, dass vermutlich der Edelmann Abraham zu Weltershausen, dessen Kind bald nach der Fahrt zur Taufe nach Neerdar starb, auf Bitten seiner Frau die Kirche stiftete.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die kleine Gemeinde mehrmals ihre Zugehörigkeit und ist seit 1969 dem Kirchspiel Usseln angegliedert. Pfingsten 1998 erhielt die Kirche im Rahmen einer feierlichen Taufe ihren Namen: Abrahamskirche.

Sie wurde als Wehrkirche angelegt. Darauf deuten die dicken Mauern, die Schießscharten im Turm und die dicken gemauerten Gewölbe hin. Die Umfriedung der Kirche und des Friedhofs bestand ebenfalls aus starkem Mauerwerk.

Der Baustil ist romanisch, das Schifffenster barock, die Chorfenster spätgotisch.

Der Bildhauer und Bildschnitzer Josias Wolrat Brützel hat im Inneren verschiedene Stilelemente des Barock perfekt zusammengefügt. Von ihm sind die Kanzel, die Sakramentsnische, die Bänke und die Eingangstür. Der Altaraufsatz komplettiert die Bedeutung der Ausstattung.

Entfernt wurden 14 Kindertotenkränze aus dem 19. Jahrhundert, die heute im Korbacher Museum gezeigt werden.

Nach längerer Renovierung wurde die Kirche, die als geistliches und kulturelles Zentrum des Dorfes bezeichnet wird, 2004 wieder eingeweiht.


Quelle: Artikel aus der HNA Waldeckische Allgemeine aus der Serie Kirchen im Waldecker Land

siehe auch

Weblinks