Kirche Waldeck

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Die Stadtkirche von Waldeck

Die St. Nikolaus-Kirche in Waldeck (Korbacher Straße 4) wurde im 13. Jahrhundert zur Zeit der Stadtgründung mit spätromanischen und frühgotischen Stilelementen errichtet.

Mit dem Chorraum der Kirche wurde um 1300 begonnen. Von dem ursprünglich einschiffigen Kirchenbau sind nur Chor und Westmauer erhalten geblieben. Das Kirchenschiff in seiner heutigen Gestalt wurde im 16. Jahrhundert ausgebaut.

Nur Chor und Mauer erhalten

Chorraum ist der älteste Teil der Kirche - um 1300 mit Bau begonnen

In den Quellen über die Gründung der Burg Waldeck wird 1236 eine Kapelle in der Stadt Waldeck erwähnt. Unsicher ist, ob diese Kapelle an der Stelle der jetzigen Kirche stand.

1521 wurde Graf Philipp IV. auf dem Reichstag zu Worms ein Anhänger der reformatorischen Lehre. Er setzte den mit einer ehemaligen Nonne verheirateten und aus seiner Vaterstadt vertriebenen Priester Johann Hefentreger als Pfarrer ein. Zwei Gedenktafeln an den Eingängen der Stadtkirche erinnern an den 17. Juni 1526, an dem Hefentreger die erste evangelische Predigt hielt und damit die Reformation für das Waldecker Land einführte.

Der Chorraum ist der älteste Teil der Kirche. Er wurde um 1300 begonnen. Vom ursprünglich einschiffigen Kirchenbau sind nur Chor und Westmauer erhalten. Das Schiff in seiner jetzigen Gestalt wurde im 16. Jahrhundert ausgebaut. Der Turm wurde - wie zum Beispiel bei den Wehrkirchen in Bergheim und Affoldern - seitlich an der Nordostseite des Chores errichtet. Wahrscheinlich hatte er früher auch vier kleine Ecktürme.

Der Marienaltar stammt aus dem Jahr 1483. Dieser Schnitzaltar mit gemalten Flügeln stellt die Krönung der Maria durch die Dreieinigkeit dar. Im Spätmittelalter wurde die Mutter Jesu sehr verehrt. Das Altarbild wurde von der Äbtissin des Bericher Klosters, Margarete Huhn, (etwa 1460-1499) gestiftet. Sie ist mit ihrem Wappen auf der linken Seite des Flügelbildes zu sehen. Das Bild der Predella, der geschmückte Sockel des Altaraufbaus, zeigt Christus mit den zwölf Aposteln.


Quelle: Artikel aus der HNA - Waldeckische Allgemeine aus der Serie "Kirchen im Waldecker Land"

siehe auch

Weblinks