Katholische Kirchengemeinde St. Michael

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St. Michael

Aus Gebietsanteilen der älteren Gemeinden St. Maria, St. Elisabeth und Herz Jesu wurde im Jahre 1958 die katholische Kirchengemeinde St. Michael gegründet.

Die Kirche St. Michael gehört zum Pastoralverbund St. Maria Kassel-West.

Dem Pastoralverbund gehören noch folgende Pfarreien an:

Zur Geschichte der Gemeinde St. Michael, Kassel-Wehlheiden

Wie weit reicht die Geschichte der jungen St. Michaelsgemeinde schon zurück? Kann man da überhaupt von Geschichte sprechen?

Grundsteinlegung

Im Jahre 1959 erschien ein „Führer durch die Pfarrei und Pfarrbücherei St. Maria, Kassel“. Darin finden wir folgenden Satz: „Auch in dem zur Mutterpfarrei gehörigen Auefeld setzen Bemühungen ein zur Erwerbung eines Bauplatzes in dem mehr und mehr bebauten Südteil der Pfarrei, in dem auch eine belgische Siedlung und die Strafanstalt liegen. Es ist schwer, dort einen geeigneten Platz zu bekommen. Es fehlt auch an dem erforderlichen Geld, weil die Pfarrei so viele bauliche Anliegen hat, die befriedigt werden sollen.“

Wie aus der Chronik der St. Michaelsgemeinde hervorgeht, erhielten die Pallottiner 1957 den Ruf, die künftige Auefeld-Gemeinde in Kassel zu übernehmen. Pater Leo Hug SAC wurde am 1. September 1958 mit der Aufgabe der Neugründung und mit den Planungsarbeiten für den äußeren Aufbau betraut. Nach Anweisung des derzeitigen Herrn General-Vikars und Weihbischofs Exc. Bolte sollte Pater Hug in der Mutterpfarrei St. Maria „sonntags wie werktags feste, regelmäßige Gottesdienste übernehmen, damit die Mitglieder der neugegründeten Gemeinde ihn kennenlernen und ihn erreichen können“. Für den 1. Oktober 1958 wurde der neue Seelsorger durch den Generalvikar zu einer Sitzung beim Dekanat eingeladen, bei der der Weihbischof anwesend sein sollte. Es galt, die Grenzen der Seelsorgestellen Niederzwehren, Harleshausen und Auefeld festzulegen. Am 24. 2. 1958 wurde sodann vom Generalvikariat Fulda die Vollmacht erteilt, jeden Monat einmal im Altersheim Auefeld die hl. Messe zu feiern. Von allen praktizierenden Katholiken war es den alten Personen am schwersten möglich, am Sonntag weite Wege bis zum Gotteshaus zurückzulegen.

Richtfest

Die Statistik vom 1. 10. 1958 weist insgesamt 1526 Seelen auf, die zu dem abgegrenzten Bezirk gehörten. Am 25. August 1959 wurde „die Pastoration der Seelsorgstelle Auefeld „ an Pater Bernhard Pieler SAC übertragen, der sicher erfolgreich tätig war, ein gutes Jahr später, am 1. Dezember 1960, an Pater Bothe SAC. Am 17. Dezember des gleichen Jahres, also wenig später, wurde im Auftrage des Bischöfl. Generalvikariates, Fulda, der große Saal im neuen Diözesan¬Schulungsheim St. Michael durch Pater Provinzial Stock SAC benediziert. Damit konnte die Gemeinde, besser werdende Gemeinde, eine Notkirche in Gebrauch nehmen und so innerlich zusammenwachsen. Ein neues Kapitel der Geschichte unserer Gemeinde begann. 2 ½ Jahre nach dieser „behelfsmäßigen Unterbringung“ wurde mit Wirkung vom 1.6.1963 die Seelsorgstelle als eigenständige Gemeinde errichtet unter der Bezeichnung „Katholische Kirchengemeinde und Pfarrkuratie St. Michael, Kassel“. Jetzt wurde ein eigener Kirchenvorstand gewählt.

Der Ursprung unserer Gemeinde ist rein bevölkerungsmäßig auf die Baubewegung und den Zuzug der Stadt Kassel zurückzuführen. Dieser Dynamik wurde mit der neuen Grenzziehung der Pfarreien begegnet. Teile der Gemeinden St. Maria, St. Elisabeth und Herz-Jesu bildeten nun die neue Gemeinde. Eine Besonderheit im Aufbau unserer Gemeinde ist darin zu sehen, daß die bauliche Gesamtplanung erfolgte und erfolgen mußte, bevor die Gemeinde als solche existierte. Eine neue Kirche mußte mit Schulungsheim und Pfarrhaus eine Einheit bilden. Die Gesamtkonzeption für die drei Bauwerke wurde durch das Bischöfliche Bauamt, Fulda, und zwar durch Verleihung des 1. Preises für einen Architektenentwurf im Rahmen eines Wettbewerbs festgelegt. Nach ihrer Konstituierung konnte daher die Gemeinde kaum oder nur geringfügig mitgestaltend auf den Bau ihres Gotteshauses einwirken.

Nachdem das Schulungsheim vollendet war, sollte für die Entflechtung der beiden Aufgabenbereiche - Schulungsbetrieb und gleichzeitig Seelsorge der Gemeinde - zuerst das Pfarrhaus (Patreshaus) errichtet werden. Am 1. Juni 1964 konnte der Umzug in das neue Pfarrhaus vor sich gehen. Danach erhielt das Schulungsheim am 7. Oktober 1964 einen eigenen Leiter.

Die Kirche St. Michael

Nun ein Wort zum Bau der neuen Kirche unserer Gemeinde. Seit dem Jahre 1960 wurde für den Bau gesammelt. Da die Belgiersiedlung im Gemeindegebiet liegt, im Schulungsheim auch belgische Gottesdienste stattfanden, war der Einsatz der belgischen Soldaten für den Kirchbau zu erwirken. Im August 1963 führten sie die Ausschachtungsarbeiten für die St. Michaelskirche durch. Mit dem Bau der Kirche wurde sodann Ostern 1964 begonnen. Der heiße Annatag 1964 wurde der Tag der Grundsteinlegung, die Dechant Brandstätter unter Anwesenheit des Geistl. Rates Pfarrer Roßbach von der Pfarrei St. Maria vornahm. Für Pfarrer Roßbach war es eine seiner letzten Amtshandlungen.

Das Richtfest der Kirche wurde am 15. 2. 1965 begangen.

Unterdessen zählt die Gemeinde ca. 2000 Seelen, 710 Ehen, davon 302 katholische und 408 Mischehen, und etwa 570 Kinder und Jugendliche. Nach den statistischen Erhebungen besucht ein Drittel der praktizierenden Katholiken andere Kirchen der Stadt, ein Zeichen dafür, wie notwendig eine neue Kirche ist. P. Josef Bothe (Auszug aus der Festschrift anlässlich der Einweihungsfeier am 5.September 1965 durch Weihbischof Dr. Eduard Schick, Fulda)

Zur Geschichte des Auefeldes, das in 2006 das 50-jährige Jubiläum beging, gehört auch die Gründung der Katholischen Kirchengemeinde St. Michael. Wie aus dem Auszug der Festschrift zu ersehen ist, wurde diese am 5. September 1965 eingeweiht.

Zum Gesamtkomplex gehören das Schulungsheim St. Michael, die Kirche und das Pfarrhaus.

Das Holzkreuz steht auf den bereits fertigen Fundamenten für einen vorgesehenen Turmbau, der aus verschiedenen Gründen (vor allem finanzieller Art) nicht ausgeführt wurde.

Der kleine Anbau an der Kirche links beherbergt die Kapelle.

Im Jahr 2005 feierte die Gemeinde zum Kirchweihfest ihr 40-jähriges Bestehen.

Die Katholische Kirchengemeinde St. Michael leiten Pfarrer Markus Steinert und Diakon D. Fröba.

Ansprechpartner und Sprechzeiten

St. Michael
  • Katholische Kirchengemeinde St. Michael
  • Ludwig-Mond-Strasse 129
  • 34121 Kassel
  • Telefon: 0561.21666
  • Telefax: 0561.26007
  • eMail: St-Michael-Kassel@t-online.de
  • Pfarrer Markus Steinert
  • Diakon Dietrich Fröba
  • Gemeindereferentin Doris Schall
  • Pfarrbüro
  • Sekretärin: Ute Scholz
  • Montag 9.00-12.00 Uhr
  • Mittwoch 15.00-18.00 Uhr
  • Freitag 9.00-12.00 Uhr

siehe auch

Weblinks