Kirche Schweinsbühl

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Sie ist eine der schönsten

Die romanische St. Georgskirche-Kirche in Schweinsbühl

In Schweinsbühl steht eine der schönsten romanischen Dorfkirchen in Waldeck. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut und erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1336 schriftlich erwähnt. Die Baumeister gelten als Könner ihres Fachs, da die Gewölbe und Rundbögen im Innenraum makellos gemauert wurden. Um 1510 wurde die St. Georgskirche evangelische Pfarrkirche. Abwechselnd hatten die Grafen von Waldeck, die Herren von Dalwigk, von Padberg und von Rhena das Patronat über Gericht und Pfarrei Schweinsbühl und damit auch Verfügungsgewalt über die reichen Einkünfte. Die Kirche war eine weit geschätzte Taufkirche, zu der sogar aus Eimelrod die Kinder zur Taufe gebracht wurden. Der romanische Taufstein zeugt noch von dem einstigen Reichtum. Noch wenige Jahre vor Ende des dreißigjährigen Krieges, als die Orte Neerdar, Bömighausen und Rhena ausgeplündert und beinahe menschenleer waren, wurde dem Schweinsbühler Pfarrer nach alter Überlieferung noch fürstlicher Unterhalt geboten. 1669 wurde eine Barockkanzel in der Kirche aufgestellt, später ein Schnitzaltar des Waldecker Bildhauers Josias Wolrad Brützel. Der Altar steht seit der großen Renovierung 1953 im Korbacher Museum


Quelle: Artikel aus der HNA Waldeckische Allgemeine aus der Serie Kirchen im Waldecker Land