Kirche Landau

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Die Kirche vom Dach des Rathaussaales aus gesehen

Mit dem Bau der heute evangelischen Kirche in Landau wurde im 13. Jahrhundert begonnen, aber erst im 16. Jahrhundert wurde das Bauwerk fertig gestellt.

Geschichte

Aus der Zeit der Stadtgründung (um 1294) stammen die ältesten Teile des gotischen Kirchbauwerks, das als das Wahrzeichen der Bergstadt gilt.

Im Jahre 1290 Landau wurde erstmals urkundlich erwähnt, im Jahre 1294 auch als "novum oppidum" (neue Stadt), wobei deren Lage auf einer Bergkuppe insbesondere strategisch zu erklären ist. Die befestigte Stadt entstand unter Graf Otto I. von Waldeck mit einer kleinen Burg am nördlichen Ende der Talseite und einer zweiten kleinen Burganlage, der Knappenburg, am Südende beim Oberen Tor. Zusammen mit der Burg Rhoden sollte das Gebiet der Grafschaft im Norden gesichert werden.

Der Umbau der ehemaligen Burganlage zum Schloss Landau des Grafenhauses von Waldeck erfolgte um das Jahr 1330.

In Landau residierten von 1397 bis 1495 die ältere und von 1550 bis 1597 die neuere Landauer Linie des waldeckschen Grafenhauses.

Vom strengen Schlossherrn

Bau der Landauer Kirche dauerte 250 Jahre

Mindestens 250 Jahre hatte es gedauert, bis die Landauer Kirche mit dem Turm vollendet werden konnte. Ende des 13. Jahrhunderts war mit ihrem Bau gleichzeitig mit der Anlage der Stadt begonnen worden. 1550 wurde der Turm der Kirche fertig gestellt.

Die Kirche in Landau

Mit einem Grundriss von rund neun mal neun Metern und einer Mauerkrone von ungefähr 18,50 Metern erhebt er sich seitdem etwa 34 Meter über der Bergstadt und gilt als Wahrzeichen Landaus. Im 14. Jahrhundert wurde an die Marienkapelle nach Westen die dreischiffige Kirche angebaut und dem Heiligen Georg geweiht. Die neue Kirche wurde im gotischen Stil errichtet, der ihr eine lichte Höhe verleiht. Sie ist mit der Marienkapelle streng nach Osten ausgerichtet, damit das Morgenlicht durch das Chorfenster in die Kirche dringen und die Auferstehung Christi symbolisieren kann.

Eine besondere Bewandtnis hat es mit der vergoldeten, silbernen Glocke auf sich, die außen am Turm, unzugänglich von innen aufgehängt ist. Der Sage nach wurde sie von einem strengen Schlossherrn gestiftet, dem auf der Hirschjagd eine Stimme Umkehr befahl und der dann sein Silber hergab und bei ihrem Klang mit einem Gebet um Erbarmen flehte.

Für das 9-Uhr-Abendläuten wurde der Stadtdiener schon im Jahre 1679 entschädigt. Angeblich hat das abendliche Läuten einem verirrten Wanderer den Rückweg aus dem dunklen Wald gewiesen.

Quelle: Artikel aus der HNA - Waldeckische Allgemeine aus der Serie Kirchen im Waldecker Land

Galerie

Altarraum
Kirchturm bei Nacht

siehe auch

Weblinks

Säule im Innenraum