Kirche Giebringhausen

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Neue Kunst in Alter Kirche

Fresko des Bad Arolser Künstlers Dieter Blum entstand im Jahr 2002

Die Kirche von Giebringhausen (Gemeinde Diemelsee) wird erstmalig 1542 als Kapelle erwähnt. Sie soll damals an der Diemel gestanden haben. Giebringhausen war zu der Zeit ein „Adorfisch Filial“. Überliefert ist, dass die Giebringhäuser an die Pfarrei in Adorf den Küsterhafer, den Opferroggen und die Besoldungsfrucht zu liefern hatten. Außerdem musste dem Pfarrer ein Fuhrwerk gestellt werden, wenn dieser zum Gottesdienst, zu einer Leiche oder zum Schulexamen kam.

Er war verpflichtet, an zehn oder elf Sonntagen und viermal in der Woche in einem Jahr Gottesdienst in der Kapelle zu halten. Ansonsten mussten die Gläubigen nach Adorf oder nach Sudeck. Eheschließungen, Taufen und die Konfirmation fanden in Adorf statt, wo man auch die Toten begrub. Giebringhausen bekam 1829 einen eigenen „Totenhof“. Dieser wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eingeebnet. Seit 1906 existiert der jetzige Friedhof. Seit 1960 gehört Giebringhausen zum Kirchspiel Heringhausen.

Die heutige Kirche wurde 1841 erbaut. In den Jahren 1971/1972 wurde außen an der Nordseite eine Sargkammer angebaut, so dass seither die Toten bis zur Beerdigung dort aufgebahrt werden können. Seit 1950 fanden immer wieder Renovierungsarbeiten statt. Die Kanzel, die sich früher hoch hinter dem Altar befand, wurde abgerissen und eine neue am Fenster errichtet. Pfosten wurden entfernt, neue Fenster, eine neue Decke, ein neuer Fußboden unter den Bänken und eine neue Außentür eingebaut. Eine elektrische Bankheizung sorgt für gleichmäßige Wärme. Und seit dem Jahr 2000 sitzen Besucher bequemer: Da wenig Platz zwischen den Bänken da war, wurde jeweils eine Bank entfernt und die Rückenlehnen wurden schräg gestellt.

Ein großes Fresko des Künstlers Dieter Blum aus Bad Arolsen schmückt seit 2002 die Nische hinter dem Altar. Das Bild zeigt den guten Hirten. Leitthema ist die Bibelstelle: „Der Herr ist mein Hirte - mir wird nichts mangeln.“ Der Künstler hat rechts neben das Bild diesen Psalm an die Wand geschrieben. Farblich ist das neue Fresko an eine Lutherrose vom Maler Landgrebe.

(Quelle: Artikel aus der Serie Kirchen im Waldecker Land in der HNA Waldeckische Allgemeine vom 25.10.2006)