Kirche Freienhagen

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Im Jahre 1270 wurde die Kirche in Freienhagen (seinerzeit den Aposteln Petrus und Paulus und der Jungfrau Maria geweiht) erstmals urlundlich erwähnt.

Im Jahre 1411 wurde aus der Kirche die Konventskirche des Wilhelmiten-Ordens (Convent zom Frienhagen Sant Wilhelmsorden, gegründet von Kloster Witzenhausen aus) und die Klostergebäude standen im Bereich des heutigen Pfarrgartens. Es erfolgte der Umbau des spätromanischen Erstbaus zu einer niedersächsisch-westfälischen Hallenkirche.

Nach der Reformation im Fürstentum Waldeck wurde das Kloster 1527 aufgelöst und aus der Kirche die evangelische Stadtpfarrkirche in Freienhagen.

Zwei Meter dicke Wände

Evangelische Kirche St. Peter und Paul in Freienhagen

Um das Jahr 1270 wurde die Kirche, die der Jungfrau Maria und den Aposteln Petrus und Paulus geweiht war, erstmalig erwähnt. Lange Zeit Konventskirche des Wilhelmiten-Ordens, ist sie seit 1527, der Reformation im Fürstentum Waldeck, Evangelische Stadtkirche. Grundriss und Bauform lassen deutlich den Typus der westfälischen romanischen Hallenkirche erkennen.

Wesentliche Stilmerkmale sind der gerade Chorabschluss, das fast gleichbreite wie lange Kirchenschiff mit je drei Jochen und die niedrigen und gedrungenen Raumverhältnisse. Der Turm ist 30,08 Meter hoch und hat zwei Meter dicke Wände. Deutlich erkennbar sind die Löcherspuren von Transportwerkzeugen in den sauber geschnittenen Werksteinen des massiven Mauerwerks.

Zahlreiche Wetzspuren neben dem Portal erinnern noch an das Marktleben vergangener Zeiten: Hier schärften die Menschen ihre Sensen, Schwerter, Äxte und Messer. Im Jahre 1712 wurden drei schieferbehangene Stockwerke auf die Wehrmauern gesetzt und mit einer in sich gedrehten Zwiebelkuppel gekrönt. Solche „verdrehten Kaffeekannen“ kann man nur noch in Landau und auf einem Turm in Rom bewundern. Der Taufstein stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Kruzifix an einer der Säulen ist etwa 250 Jahre alt, die Kanzel ist neugotisch und die Figur an der Frontwand des rechten Seitenschiffs stellt den Apostel Jakobus dar, Reststück einer Schnitzarbeit um 1450. Die Orgel ist ein Meisterstück des Freienhagener Orgelbauers Friedrich Martin, der sie 1858 hier aufgestellt hat. 250 Jahre alt ist das Kruzifix in der Freienhagener Kirche. Zahlreiche Wetzspuren neben dem Portal erinnern noch an das Marktleben vergangener Zeiten: Hier schärften die Menschen ihre Sensen, Schwerter, Äxte und Messer.


Quelle: Artikel aus der HNA Waldeckische Allgemeine aus der Serie Kirchen im Waldecker Land

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