Kirche Alleringhausen

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Louis Peter stiftete sie

Gründer der Korbacher Gummiwerke ermöglichte Bau der Kirche

Bis zum Jahre 1905 hatten die Alleringhäuser keine eigene Kirche. Nur einmal wird 1497 in einer Urkunde eine Kapelle erwähnt. 1902 entschloss sich der wohl berühmteste Einwohner Alleringhausens - Louis Peter - seiner Heimatgemeinde eine Kirche zu stiften. Das im neugotischen Stil errichtete Gotteshaus wurde am 13. Juli 1905 feierlich im Beisein von Fürst und Landesbischof eingeweiht.

Die Fürstlichen Herrschaften kamen mit dem Frühzuge. Corbacher Zeitung, 13. Juli 1905

In der damaligen Corbacher Zeitung heißt es dazu: „… Die Fürstlichen Herrschaften nebst Gefolge kamen mit dem Frühzuge 8 Uhr 47 von Arolsen nach Corbach an und fuhren mit vorhergesandten Hofwagen nach Alleringhausen, woselbst die Ankunft um 9 ½ erfolgte, von dem Gemeinde- und Kirchenvorstande, der spalierbildenden Bürgerschaft und Schuljugend sowie den sehr zahlreich aus ganz Waldeck erschienen Festgästen freudig empfangen“.

Weiter heißt es: „Die neue Kirche ist aus hammerrecht bearbeiteten Bruchsteinen von grau-grünlicher Farbe im Mauerwerk hergestellt; das Material wurde im benachbarten Welleringhausen gewonnen.“ Und zu den Fenstern steht: „Die Fenster des Chores und des Langschiffes sind ungeteilt, die Fenster der Querschiffe haben dagegen Dreiteilung und darüber ein großes Rundfenster. Reiche Glasmalereien schmücken die Fenster des Chores und der Querschiffe.“

Im Jahr 1988 wurde die Kirche restauriert. Dabei wurden die ursprünglichen Rankenornamente freigelegt werden und die wertvolle Orgel des alten Orgelbauers Eduard Voigt aus Korbach wurde generalüberholt. Seit dem vergangenen Jahr hat die Kirche erstmalig eine richtige Kirchturmuhr, für die Karl-Friedrich Illian gesorgt hat.


Quelle: Artikel aus der HNA Waldeckische Allgemeine aus der Serie Kirchen im Waldecker Land