Kirchbauna

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Blick über Baunatal-Kirchbauna
Kirchbauna 04072010.jpg
Luftbild Baunatal-Kirchbauna - Foto:Günther Pöpperl

Kirchbauna ist ein Stadtteil von Baunatal.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Kirchbauna liegt südöstlich von Großenritte und an der Bundesautobahn A 49.

Das Volkswagenwerk Baunatal liegt nördlich und nordöstlich des Orts, westlich liegt der Leiselsee.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Der Ort an der Bauna wurde im Mittelalter überragt von der mittelalterlichen Wehrkirche, die damals auch Zufluchtsstätte war.

Die Kirche von Kirchbauna in ihrer heutigen Form mit Resten der Wehrmauer wurde 1773 gebaut. Sie war ehemals Sitz des Kirchspiels Kirchbauna mit den Kirchengemeinden von Kirchbauna, Altenbauna, Rengershausen und Hertingshausen (bis ca. 1950). Ehemals lag der Ort im Schutz einer mittelalterlichen Wehrkirche, die im Mittelalter Zufluchtsort für Mensch und Vieh war.

Zeugnisse über die Bewohner des Orts im 17. und 18. Jahrhundert finden sich in dem ab 1595 vorhandenen Kirchenbuch des Kirchspiels.

Bayern an der Bauna: Die Landfrauen zogen im Dirndl durch die Straßen von Kirchbauna und feierten das bevorstehende 200. Oktoberfest in München.
Kirmes in Kirchbauna am 05.09.2010
Foto: Günther Pöpperl

Zur Zeit des Königsreichs Westphalen unter dem Bruder Napoléons, Jérôme Bonaparte, kam es wiederholt zu Bauernaufständen im französisch besetzten Kurhessen. Der zweite Bauernaufstand wurde von Oberst Wilhelm Freiherr von Dörnberg im Jahre 1809 organisiert und wurde nach Gefechten bei der Knallhütte, auf der Kirchbaunaer Höhe und der Hertingshäuser Heide niedergeschlagen.

Bis in diese Zeit reichen die Anfänge einer Feuerwehr in Kirchbauna zurück. Nach dem Kauf einer Feuerspritze im Jahre 1804, die in Kirchbauna stationiert wurde, bestand für die Ortschaften Kirchbauna, Altenbauna, Hertingshausen und Guntershausen eine Spritzengemeinschaft.

Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein war auch Kirchbauna ein von der Landwirtschaft geprägter Ort.

Im Museum "Hessenstube" in Baunatal - Altenritte erhält der Besucher einen Einblick in die bäuerlich und handwerklich geprägte Lebens- und Arbeitswelt der Menschen zum Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in den ehemals selbständigen Dörfern und heutigen Stadtteilen von Baunatal.

Nachdem sich im Januar 1964 bereits die ehemals selbständigen Gemeinden Altenbauna, Kirchbauna sowie Altenritte mit der Gemeinde Baunatal zusammengeschlossen hatten, entstand nach dem weiteren Zusammenschluss mit dem Nachbardorf Großenritte am 1. Juli 1966 die Stadt Baunatal.

Anfang der 70er-Jahre wurden dann auch die Orte Guntershausen, Rengershausen und Hertingshausen in die junge Stadt Baunatal eingegliedert. Mitte der 1960-iger Jahre.

Vom FSV Kirchbauna 1945 zum KSV Baunatal

Bild 1 - Handballer des damaligen TV Kirchbauna, das am 16. Februar 1952 in Frankfurt gemacht wurde.
SV-Kirchbauna, 1. Handball-Mannschaft (sog. Kümmel-Elf) in der Kurhessen-Halle Kassel.(60er, evtl. Winter 61/62)
Hinten von links: Trainer Kurt Schneider, Hans Krug, Heinz Rudolph, Dieter Siebert, Hans Kümmel, Sartenleiter Heinrich Berninger.
Mitte von links: Walter Krug, Heinz Gerlach, Cyriakus Gerlach.
vorne von links: August Werner, Hans Hartung, Werner Krug.
Die Handballjugend des SV Kirchbauna Mitte der 60-iger Jahre. Das Bild zeigt (stehend von links) Heinrich Aschenbrenner, Heinz Werner, Helmut Krug, Wilfried Aschenbrenner, Bernd Hammer, Reinhard Siebert, Heinz Schwedes, (vorn) Gerd Hammer, Hans Kraska und Wilfried Berninger.
Der Baunataler Heinz Schwedes, mit auf dem Bild, ließ RegioWiki das Foto zukommen.

Die Spielvereinigung Kirchbauna hat ihren Ursprung in dem schon im Jahre 1921 gegründeten Arbeiter Turn- und Sportverein Kirchbauna, der 1945 als Freier "SV Kirchbauna" wieder entstand. Er ist einer der Vorgängervereine des heutigen KSV Baunatal.

Ab 1955 benannte sich der "FSV Kirchbauna" in "Spielvereinigung Kirchbauna" um.

Als sich im Jahre 1964 die beiden Sportvereine "KSV Altenritte" und "KSV Altenbauna" zum KSV Baunatal zusammen schlossen, entstand in Kirchbauna der Name "SV Baunatal". 1970 schloss sich der "SV Baunatal" dann ebenfalls dem KSV Baunatal an.

Karl Berninger aus Baunatal hat ein Bild 1 der Handballer des damaligen TV Kirchbauna, das am 16. Februar 1952 in Frankfurt gemacht wurde. Berninger schreibt dazu: „Obwohl unser Bild in der Frankfurter Festhalle bei einem Hallenhandballturnier entstand, wurde in Kirchbauna vorwiegend Feldhandball gespielt.

Nach dem Krieg versuchte man wie woanders auch im Sport wieder ein Stück Normalität zu gewinnen. Legendär waren die Duelle mit der „Sutter-Elf“ des SV Harleshausen. Weitere reizvolle Duelle wurden gegen Oberzwehren und Gensungen ausgetragen.

Nachdem ausschließlich Feldhandball gespielt wurde, hielt auch in Kirchbauna der Hallenhandball Einzug.

Die ersten Spiele fanden in der Kurhessenhalle auf Betonboden statt. Am Tag zuvor war dort noch Viehauktion, dann spielten die Handballer. Unter anderem mussten die Kirchbaunaer vor dem Spiel mit dem Fahrrad nach Körle fahren und einen Spielball holen, sie hatten nämlich keinen eigenen. Und nach dem Spiel musst der Ball wieder zurückgebracht werden.

Ab 1955 hieß der TV Kirchbauna, der 1945 als FSV Kirchbauna gegründet wurde, dann Spielvereinigung, ab 1965 SV Kirchbauna und ging dann 1970 im heutigen KSV Baunatal auf.

Das Frankfurter Bild 1 zeigt die erste Mannschaft des TV Kirchbauna am 16. Februar 1952 anlässlich der süddeutschen Hallenhandballmeisterschaften in der Festhalle Frankfurt mit (hinten von links) Hans Kümmel (†), Hans Schwedes, Karl Diegeler (†), Hermann Gabriel (†),Willi Reinhardt, Erich Siebert (†), (vorn) Karl Berninger, Heinz Diegeler (†) und C. Gerlach (†).


Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg

Adam Ritze war 21 Jahre Chronist der Stadt Baunatal

HNA Serie - Früher im Bauna-Tal
Foto: Ingrid Jünemann
Adam Ritze
  • HNA Bericht von Ingrid Jünemann

Chronist Adam Ritze bietet Geschichte(n) und historische Fotos im Internet und der HNA

3000 Stunden Film stecken in den Videokassetten, die sich auf Regalbrettern reihen. 21 Jahre, bis 2005, war Adam Ritze der Mann mit der Kamera, der Chronist der Stadt Baunatal.

Da ist die jüngere Historie des Baunsberges, mit der wir beginnen. Eine Kostprobe daraus:[1]

siehe dazu:
Der Blick im Winter über Baunatal-Kirchbauna zum Volkwagen-Werk. - Foto: Kurt Kümmel


Kirche

Das Gotteshaus von Kirchbauna

Das Gotteshaus von Kirchbauna wird innen für 150.000 Euro saniert - Viel Eigenleistung

HNA-Bericht vom 01.09.2010 von Ingrid Jünemann

Baunatal. Die Wände strahlen schon in einem warmen Altrosa. "Hell und freundlich", so sagt Pfarrerin Corinna Luttropp-Engelhardt. Doch ansonsten ist noch viel zu tun in der Kirchbaunaer Wehrkirche.

Pfarrerin Corinnna Luttropp-Engelhardt vor der Kirche von Kirchbauna.

Sie wird innen grundlegend saniert, Bauarbeiten prägen das Bild. Aber in gut einem Monat, zum Erntedankfest am 3. Oktober, soll alles fertig sein. 150.000 Euro investiert die evangelische Kirchengemeinde.

Die Kanzel ist eingepackt, ansonsten herrscht Leere im Gotteshaus, Ende Juni war es ausgeräumt worden. Maler- und Elektroarbeiten machen den größten Teil beim Bauen aus, erläutert die Pfarrerin. Die Großenritter Firma Bürger schwingt die Pinsel, der Fuldaer Restaurator und Kirchenmaler Gerd Belk widmet sich der Kanzel und der Empore. Vorab entscheidet der Kirchenvorstand, welche Farben verwendet werden.

Das geht bis zu den Polstern der Stühle, die hellgrau werden sollen - praktisch fürs Sauberhalten und ein angenehmer Kontrast zum Weiß der Sitzflächen und dem Altrosa der Wände. Dieser helle Ton entspricht dem Innenanstrich des Jahres 1773, als die Kirche gebaut wurde. 1980, bei der vorigen Renovierung, seien die Wände untersucht und alte Schichten freigelegt worden. Man fand ganz unten das Altrosa, entschied sich damals aber dennoch für Gelbgrün.

An der Kirche in Kirchbauna

Eine gute Beleuchtung auch für Konzerte und Ähnliches gehört ebenfalls zum Erneuerungskonzept, allerdings "keine Theater- oder Kaufhauskulisse", so gibt die Pfarrerin die Auflage der Landeskirche wieder. Hängeleuchten und wenige Strahler werden von der Eschweger Firma Grüning montiert. Die baut auch Heizstrahler in sechs Fenstern ein, um Kälte durch einen Thermikeffekt zu vermeiden. Und es kommt eine ungewöhnliche Lichtinstallation, die der Förderverein der Kirche zum Teil bezahlt. Schon erledigt sind Reparaturen an der über drei Seiten laufenden hölzernen Empore, ausgeführt von der Großenritter Firma Hellmuth.

Um die Außentreppe kümmerte sich die Kirchbaunaer Firma Lattemann, die auch den Sandsteinboden des Gotteshauses maschinell reinigen wird. Leisten für die Kirchenbänke, auf die man künftig die Füße stellt, damit sie länger warm bleiben, kommen vom Hertingshäuser Tischler Christian Krug. Mitglieder des Fördervereins haben vor der Kirche neues Pflaster verlegt.

Die Orgel ist von der Baunataler Firma Bosch eingehaust, damit sie keinen Schaden nimmt. Sie soll wieder in Altweiß gestrichen werden. In der Sanierung steckt sehr viel Eigenleistung, "die Menschen haben angepackt", sagt Pfarrerin Luttropp-Engelhardt. Sie schätzt, dass 250 Personen halfen und helfen - ein Gegenwert von mutmaßlich 20.000 Euro.

Freiwillige fürs Einräumen der Kirchenbänke, die bei Familie Heinemann auf Hof Fehrenberg eingelagert sind, werden übrigens noch gesucht.

Weitere Informationen


Sehenswertes

Sehenswürdigkeiten am Ort

Die Bauna und ihre 38 Brücken

Brücke am Stege (Fußgänger Brücke am Dorfplatz)
Foto: Günther Pöpperl

Der kleine Fluß die Bauna ist der Namensgeber für die Stadt Baunatal und entspringt am Ahrendsberg in der nähe der Ortschaft Schauenburg-Hoof, durchfließt die Stadt Baunatal aus Richtung Schauenburg-Elgershausen kommen, durch Baunatal-Altenritte in Baunatal-Altenbauna durch den Stadtpark vorbei an der Kirche und durch die Kleingartenanlage nach Baunatal-Kirchbauna von hier in Richtung Guntershausen und mündet in der Fulda (Fluss).[2]

Ein neues Kapitel über die VW-Stadt im Regiowiki, dem regionalen Internetlexikon der HNA: Baunatal und seine Brücken 38 Brücken führen über diesen Bach – wer hätte gedacht, dass es so viele sind. Pöpperl hat sie fotografiert und die Bilder ins Netz gestellt. „Selbst ich habe Neues dazugelernt“, sagt der Altenbaunaer. Kurze textliche Informationen sollen folgen – Flurstück, Baujahr und Name, falls vorhanden [3]

siehe auch

Pferdeauslauf Hof Fehrenberg
Hof Fehrenberg


Spitzname

Der Spitzname für die Bewohner von Kirchbauna ist „die Schwarzmacher“.

Straßen in Baunatal


Vereine

AWO

Landfrauenverein

KSV Baunatal

KADER: 1. Mannschaft

SV Kirchbauna

Freiwillige Feuerwehr


Wandern

Quellen und Weblinks

NATUR - WOHNEN - ARBEITEN
Baunatal-Kirchbauna und Volkswagen - Foto: Kurt Kümmel
  1. Chronist Adam Ritze bietet Geschichte(n) und historische Fotos im Internet und der HNA
  2. Quelle www.baunatal-info.de
  3. 03.02. 2011 HNA von Ingrid Jünemann Aktualität erhält das Thema durch die Pläne, den Hochwasserschutz im Bauna-Tal zu komplettieren. Dazu gehören zum Beispiel kleinere Vorkehrungen entlang der Bauna
-





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